knhDuisburg. - Immer häufiger wird der Handlungsspielraum für die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen im Ausland eingeschränkt – so das Fazit der Kindernothilfe. Zwar konnte das Hilfswerk mit seiner Arbeit im vergangenen Jahr rund 60,5 Millionen Euro einnehmen und damit fast zwei Millionen Kinder weltweit erreichen, doch würden die Voraussetzungen dafür immer schwieriger, teilte die Kindernothilfe in Duisburg mit.

Mit rund 52 Millionen Euro hat die Kindernothilfe im Jahr 2016 notleidende Kinder in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt und gefördert. Das ist ein Anstieg von rund 2,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Katrin Weidemann, Vorstandvorsitzende der Kindernothilfe, freut sich, dass damit deutlich mehr Geld den Jungen und Mädchen in den Projekten zugute kommt. "Die Kinder sind diejenigen, für die die Steigerung der Zahlen am wichtigsten ist", so Weidemann.

Zugleich blickt sie mit Sorge auf die zivilgesellschaftlichen Entwicklungen in einigen der 31 Länder, in denen die Kindernothilfe derzeit mit ihren Partnerorganisationen arbeitet. "Der Einsatz für die Rechte von Mädchen und Jungen wird für uns und unsere Partner vor Ort immer schwieriger. Sei es, indem uns die Einreise verweigert wird oder Partnerorganisationen sogar das Land verlassen müssen."

Eine weitere große Herausforderung sieht die Kindernothilfe in der anhaltenden verheerenden Dürre in Ostafrika. Asia Abdulkadir, Länderkoordinatorin der Kindernothilfe für Somaliland, berichtet von der dramatischen Lage dort: "Die Menschen lassen alles, was sie haben, zurück und laufen zum Teil Hunderte Kilometer auf der Suche nach Nahrung. Wir müssen mehr tun, um die Menschen vor dem Hungertod zu retten. Aber dazu reichen die Ressourcen im Moment nicht aus." Abdulkadir appellierte daher gemeinsam mit Katrin Weidemann noch einmal an die Menschen in Deutschland, für die Dürreopfer in Ostafrika zu spenden.

Quelle: www.kindernothilfe.de 


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