DEGKöln (epo). - Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hat der Volksrepublik China ein langfristiges Darlehen in Höhe von 10,15 Mio. Euro für die Errichtung von drei neuen Wasserkraftwerken zugesagt. Die Vorhaben sollen die Energieversorgung speziell im armen Südwesten Chinas verbessern. Derzeit ist Kohle Chinas wichtigste Energiequelle. Neue Kraftwerkskapazitäten seien notwendig, um den wachsenden Strombedarf zu decken, erklärte die DEG am Dienstag in Köln. Sie gewährt der Yunnan Zhongda Yanjin Power Generation Company ein Darlehen in Höhe von 10,15 Mio. EUR mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren.

Die DEG strebt nach eigenen Aussagen verstärkt Neuzusagen im Bereich Klimaschutz an, vor allem zur Förderung erneuerbarer Energien. Das aktuelle Projekt umfasst laut DEG den Bau und Betrieb von drei Laufwasserkraftwerken in Yanjin, einem Distrikt der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas. Finanzierungspartner seien neben der DEG die Weltbanktochter IFC und die französische Proparco.

Mehrheitsgesellschafter des Projektunternehmens ist der DEG zufolge die Zhejiang Zhongda Sanchuan Hydropower Development Company (Zhongda Hydro), als ausländischer Investor ist die FE Clean Energy Group beteiligt. Zhongda Hydro entwickelt, baut und betreibt kleine und mittlere Wasserkraftwerke. Ende 2005 gehörten Zhongda Hydro 14 solcher Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 58 MW. Weitere werden derzeit gebaut, darunter auch die drei, die die DEG mitfinanziert. Diese sollen eine Gesamtleistung von 78 MW haben und "internationalen Technik- und Umweltstandards entsprechen".

Im Bereich der erneuerbaren Energien hat die DEG bereits acht Wind- und Wasserkraftwerke mit Finanzierungen in Höhe von 60 Mio. EUR in Asien und Lateinamerika mitfinanziert. Dies sei auch "ein wirksamer Beitrag zur Armutsbekämpfung, denn arme Bevölkerungsgruppen leiden besonders unter hohen Energiepreisen und den Auswirkungen von Klimakatastrophen", erklärte die DEG.

DEG: www.deginvest.de


Back to Top