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Startseite Weltpolitik Weltpolitik Alternative Nobelpreise 2007 gehen nach Bangladesch, Kanada, Kenia und Sri Lanka
Alternative Nobelpreise 2007 gehen nach Bangladesch, Kanada, Kenia und Sri Lanka PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, den 02. Oktober 2007 um 12:38 Uhr
RLAStockholm (epo.de). - Die mit insgesamt zwei Millionen Schwedischen Kronen (rund 220.000 Euro) dotierten Right Livelihood Awards, auch bekannt als "Alternative Nobelpreise", gehen in diesem Jahr an vier Preisträger, die nach Auffassung der Jury greifbare Lösungen zu drängenden globalen Problemen aufzeigen. Die Preisträger stammen aus Sri Lanka, Kenia, Kanada und Bangladesch.

Zu den diesjährigen Preisträgern gehört Christopher Weeramantry aus Sri Lanka, ein weltweit geachteter Jurist. Er sei am besten bekannt für seine Stellungnahme als Richter am Internationalen Gerichtshof, in der er begründete, warum die Anwendung oder Drohung mit Nuklearwaffen immer gegen das Völkerrecht verstößt, so die Right Livelihood Award Stiftung. Die Jury würdigte "seine lebenslange bahnbrechende Arbeit für die Stärkung und Ausweitung des Völkerrechts".
 
Dekha Ibrahim Abdi (Kenia) habe sich erfolgreich für Frieden und Konfliktlösung an vielen Krisenherden der Welt eingesetzt, erklärte die Stiftung. Die Jury zeichne sie aus, "weil sie in unterschiedlichen ethnischen und kulturellen Situationen gezeigt hat, wie religiöse und andere Differenzen sogar nach gewalttätigen Konflikten versöhnt werden können und wie in einem kooperativen Prozess Frieden und Entwicklung erreicht werden kann".
 
Percy and Louise Schmeiser aus Kanada haben nach Darstellung der Right Livelihood Award Stiftung die Welt auf die Gefahren für die Landwirtschaft und die Artenvielfalt aufmerksam gemacht, die von der zunehmenden Marktdominanz und dem aggressiven Marketing von Firmen ausgeht, die Saatgut gentechnisch manipulieren. Die Jury würdigte die Schmeisers "für ihren Mut bei der Verteidigung der Artenvielfalt und der Rechte der Bauern, and dafür, dass sie die derzeitige ökologisch und moralisch perverse Auslegung des Patentrechts in Frage stellen".
 
Die Firma Grameen Shakti (Bangladesch) habe gezeigt, wie durch schnelle und massive Verbreitung von Solartechnik eine kostengünstige und klimafreundliche Energieversorgung für die arme dörfliche Bevölkerung realisiert werden kann, so die Right Livelihood Award Stiftung. Die Jury zeichne Grameen Shakti aus, "weil sie in Tausenden bangladeschischen Dörfern eine nachhaltige Beleuchtung und Energieversorgung möglich gemacht haben, die die Gesundheit, Bildung und Produktivität fördert".
 
"Die diesjährigen Right Livelihood Awards weisen auf vorhandene Lösungen für die Probleme dieser Welt hin", sagte Jakob von Uexküll, der Gründer der Alternative Nobelpreise. "Christopher Weeramantry und Dekha Ibrahim Abdi demonstrieren mit ihrer Arbeit, wie Krieg und Terror durch das Völkerrecht und durch aktive Konfliktlösung verhindert werden können. Die Schmeisers und Grameen Shakti zeigen uns, wie zwei unentbehrliche Bausteine unseres globalen Ökosystems, unsere landwirtschaftlichen Ressourcen und unser globales Klima, noch zu retten sind."
 
Die Right Livelihood Award Stiftung ist eine gemeinnützige schwedische Stiftung, die bisher 123 Preisträger aus 56 Ländern ausgezeichnet hat. Die Preisverleihung findet im Schwedischen Parlament mit Unterstützung von Parlamentariern aus allen politischen Parteien statt.
 
Die Preise wurden 1980 von Jakob von Uexküll gegründet, um "jene zu ehren und zu unterstützen, die praktische und beispielhafte Antworten auf die dringendsten Herausforderungen unserer Zeit verwirklichen". Seit dem wird der Preis von privaten Spendern unterhalten. Das Preisgeld beträgt insgesamt zwei Millionen Schwedische Kronen, umgerechnet etwa 220.000 Euro. Die Preisverleihung im Schwedischen Parlament findet am 7. Dezember statt.
 
 www.rightlivelihood.org

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. Juni 2009 um 16:34 Uhr
 

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