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Startseite Kultur Kunst Indischer Cartoonist gewinnt Karikaturen-Wettbewerb zu MDG
Indischer Cartoonist gewinnt Karikaturen-Wettbewerb zu MDG PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, den 20. Juli 2005 um 12:23 Uhr
MDG, Suresh SawantFrankfurt (epo). - Der indische Cartoonist Suresh Sawant hat den vom Dritte Welt Journalisten Netz (DWJN) und der "Zeitschrift Entwicklungspolitik" ausgelobten ersten Karikaturenwettbewerb zu den Millenniums-Entwicklungszielen (MDG) der Vereinten Nationen gewonnen. Die Karikatur des in Mumbai (Bombay) lebenden Künstlers zeigt Helfer, die mit umfangreicher Ausrüstung auf einer Schnecke unterwegs sind, um einen weit entfernt wartenden Armen zu retten.

Suresh Sawant ist seit 30 Jahren Cartoonist, Karikaturist und Illustrator für indische und internationale Publikationen, darunter Times of India, Economic Times, Filmfare und The Independent. Die Zeitschrift Entwicklungspolitik und das Journalisten-Netzwerk hatten ihren bereits 2000 und 2003 ausgelobten Karikaturenwettbewerb erstmals weltweit ausgeschrieben. In allen sechs offiziellen UN-Sprachen waren Karikaturistinnen und Karikaturisten aus 191 Ländern eingeladen worden, sich am Thema "Millenniums-Entwicklungsziele für eine gerechtere Zukunft und globale Partnerschaft" zu beteiligen.

Suresh Sawant, Indien
" Millenium Development Goals", Suresh Sawant (Indien)

"Karikaturen müssen die Betrachterin anspringen", sagte die Sprecherin der Jury, die ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis. Neben der zum Nachdenken anregenden Kernaussage sei aber auch die Qualität der Ausführung bewertet worden. Simonis zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie kenntnisreich und ambitioniert weltweit gearbeitet werde.

Die Jury habe darauf geachtet, "dass nicht einfach ein Feind lächerlich gemacht wird", sagte der Schweizer Publizist Al Imfeld. "Karikaturisten, die Missstände im eigenen Lager aufdecken, leben allerdings gefährlich." Der Wettbewerb sei deshalb als Ermutigung an Karikaturisten zu verstehen und als Aufforderung an die Regierenden, den öffentlichen Diskurs zu fördern, erklärte Kai Friedrich Schade, langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift Entwicklungspolitik.

Der 2. Preis des Karikaturenwettbewerbs 2005 ging an den in Miami/USA lebenden Cartoonisten des "Miami Herald", Jim Morin für sein Werk "The Titanic":

Jim Morin, USA?
"The Titanic", Jim Morin (USA)

Finn Graff, Cartoonist beim Osloer "Dagbladet", konnte sich mit seiner unbetitelten Karikatur eines Schweines, das die Südhalbkugel der Erde als Fresstrog benutzt, als Dritter beim Wettbewerb platzieren:

Finn Graff, Norwegen
"Untiteld", Finn Graff (Norwegen)

Der Jury gehörten an: Heide Simonis (Sprecherin, Ministerpräsidentin a.D.), Rainer Hachfeld (Karikaturist), Al Imfeld (Publizist), Prof. Dr. Dieter Kramer (Museumskurator) und Kai Friedrich Schade (Chefredakteur der Zeitschrift Entwicklungspolitik i.R.).

Die Preise werden am 9. September 2005 im Rahmen der Tagung "Kritische Beurteilung des MDG-Reports der Schweiz" in Bern verliehen.

Der Wettbewerb wurde von InWEnt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), "Brot für alle" (Bern), "Fastenopfer" (Luzern), der Rosa-Luxemburg Stiftung (Berlin), dem Bundesverband Arbeiterfotografie (Köln), der Deutschen Journalisten Union in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (Berlin) und vom Inkota-Netzwerk (Berlin) unterstützt.

[Copyright der Karikaturen bei den Autoren bzw. der Zeitschrift Entwicklungspolitik]

DWJN
Zeitschrift Entwicklungspolitik
Website des Karikaturen-Wettbewerbs

Tags: Karikaturen :: DWJN :: Graff :: Sawant :: Morin
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. Februar 2009 um 15:32 Uhr
 

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