discover footballBerlin. - Wie kann man mit Hilfe von Fußball Gewalt gegen Frauen bekämpfen? Mit diesem Thema beschäftigen sich zehn Frauen aus der MENA-Region im Rahmen der Konferenz "Addressing Gender-Based Violence through Football in the Middle East and North Africa" vom 7.-11. April in Berlin.

Die Konferenz wird von der Berliner NGO DISCOVER FOOTBALL und der niederländischen NGO Women Win organisiert und von der niederländischen Novo Foundation unterstützt.

Die Teilnehmerinnen arbeiten bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Roten Kreuz und der NGO Right to Play und kommen aus Jordanien, den Palästinensischen Gebieten, Ägypten, Libanon, sowie der Türkei und tauschen sich zu über Best Practice Erfahrungen und Strategien zu dieser Thematik aus. Zum Programm gehört auch ein Treffen mit Berliner Fraueneinrichtungen, wie unter anderem dem Frauennachtcafe in Neukölln und dem Frauenzentrum Schokofabrik.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine weltweit verbreitete schwere Menschenrechtsverletzung. Geschlechtsbasierende Gewalt führt oft zu zahlreichen körperlichen und psychischen Folgen für die Betroffenen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit. Die EU-weite Erhebung im Jahr 2014 ergab, dass im Durchschnitt 33% der Frauen von Gewalt betroffen sind.

Sport stärkt die Persönlichkeit und bietet Möglichkeiten sich mit geschlechtsbasierter Gewalt auseinanderzusetzen. Wenn sich Mädchen und Frauen am Sport beteiligen, konfrontieren sie die Ursachen von Gewalt gegen Frauen wie Ungerechtigkeit, patriarchale Strukturen und starre Geschlechterrollen. Über die sozial-politische Dimension hinaus hilft Sport auch bei der praktischen Umsetzung zur Bekämpfung von Gewalt. Sport gibt Kraft und körperliche Fitness, stärkt das Selbstwertgefühl und das Team bietet ein soziales Netzwerk und Solidaritätserfahrung.


Quelle: discoverfootball.de


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