amerika 21Chiapas. - Im Fall der über 5.000 seit November vertriebenen Tzotzil-Indigenen in den Regionen Chalchihuitán und Chenalhó in Mexikos Bundesstaat Chiapas hat die Lokalregierung informiert, dass die Vertriebenen ab dem kommenden Dienstag in ihre Häusern zurückkehren können. Die Hilfe solle intensiviert werden. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21.de am Freitag berichtet. 

Es würden zusätzliche Militär- und Bundespolizei-Sicherheitsposten in den betroffenen Regionen eingerichtet, damit die Bewohner zu ihrem normalen Leben zurückkehren könnten, so amerika21.de. Dies sei nach einem Treffen von Vertretern der Bundes- und Regionalregierung und des Militärs beschlossen worden, heißt es in einem Kommuniqué.

Laut Marcelo Pérez Pérez, Pfarrer der Diözese von San Cristobal, werden jedoch nur 3.858 der Vertriebenen zurückkehren. Die anderen 1.165 werden in den Bergen bleiben, da sie weitere Angriffe der paramilitärischen Gruppen fürchten. 

An den Abenden seien immer noch Schüsse zu hören. Diejenigen, die zurückkehren, hätten sich nur dafür entschieden, weil sie die unwürdigen und prekären Bedingungen nicht mehr aushielten, berichtete amerika21 weiter. Die Menschen seien nur mit selbstgemachten Zelten aus Plastiksäcken geschützt, es herrschten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und es fehle an Trinkwasser und Essen. 

Für Pérez Pérez ist es eine gefährliche Rückkehr: "Die Bedingungen für Sicherheit sind nicht gegeben", heißt es bei amerika21.

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Quelle: www.amerika21.de 


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