whh 150Bonn. - Aus Anlass der am Freitag in Genf stattfindenden internationalen Geberkonferenz zur Demokratischen Republik Kongo hat die Welthungerhilfe auf die dramatische Lage im Osten des Landes aufmerksam gemacht. Allein in den Provinzen Ituri, Kivu und Kasai leiden knapp fünf Millionen Menschen an akutem Hunger. Insgesamt sind im Kongo 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren sei unterernährt, berichtete die Welthungerhilfe. Seit fast 20 Jahren gibt es im Ostkongo schwere Kämpfe zwischen unterschiedlichen Rebellengruppen, die mit äußerster Brutalität gegen die lokale Bevölkerung vorgehen.

"Im Ostkongo droht eine Hungerkatastrophe. Eigentlich könnte sich das Land, das so groß ist wie Westeuropa, selbst ernähren und die Kornkammer Afrikas sein. Es gibt große fruchtbare Ackerflächen und reichlich Bodenschätze. Aber die Menschen müssen immer wieder aus ihren Dörfern fliehen und die Felder können dann nicht bestellt werden. Aus Angst fliehen viele Familien in andere Landesteile oder gehen über die Grenze nach Uganda. Ohne politische Stabilität und ein Ende der fortwährenden Kämpfe wird die Zahl der Hungernden weiter steigen", sagte Georg Dörken, langjähriger Landesdirektor im Kongo.

Die Welthungerhilfe ist seit 1997 in der Demokratischen Republik Kongo tätig. Sie unterstützt die Menschen mit humanitärer Hilfe, investiert in die Landwirtschaft sowie die Infrastruktur und führt Projekte durch, die Einkommen und Perspektiven auf dem Land bieten. 

Quelle: www.welthungerhilfe.de 


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