Köln (epo.de). - Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hat dem argentinischen Arzneimittelhersteller Monte Verde S.A. ein langfristiges Darlehen in Höhe von 13 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Das Unternehmen produziert verschreibungspflichtige Tabletten und Kapseln, vorrangig in den Bereichen Onkologie, Gynäkologie, Schmerzbehandlung und sonstigen Spezialgebieten. Mit dem Darlehen soll der Zugang zu kostengünstigen Generika erleichtert werden.

Die Monte Verde S.A. (Laboratorios Raffo S.A.) errichtet mit den DEG-Geldern eine neue Werkshalle, die mit den beiden bereits bestehenden Hallen verbunden werden soll. Ziel ist es, die Produktionskapazität je nach Produkt um das Vierfache zu erhöhen.
 
Zur Finanzierung dieser Erweiterungsinvestition ist laut DEG langfristiges Kapital erforderlich, das weder von lokalen noch ausländischen Geschäftsbanken bereitgestellt wird. Doch nicht nur darin bestehe die entwicklungspolitische Bedeutung der DEG-Finanzierung: Die Herstellung und der Vertrieb lokaler Generika sollen den Zugang zu kostengünstigen Medikamenten erleichtern und auf diese Weise die medizinische Versorgung der Bevölkerung verbessern. Zudem könnten durch den Export der Medikamente Nettodevisenerlöse erzielt und über den Ausbau der Produktion Arbeitsplätze geschaffen werden.
 
Die Monte Verde S.A. liegt in der Provinz San Juan in einem Wirtschaftsfördergebiet des Landes und ist nach Angaben der DEG derzeit mit 860 Beschäftigten eines der drei größten Unternehmen in der Region. Im Zuge der Produktionserweiterung soll sich die Beschäftigungszahl um rund 250 Arbeiter erhöhen. Löhne und Gehälter liegen bei der Monte Verde S.A. laut DEG über den landesüblichen Durchschnittsgrößen. Auch die Sozialleistungen (Transport, Kantine, Werksarzt) seien überdurchschnittlich. Darüber hinaus unterstütze das Unternehmen sowohl regionale als auch überregionale Krankenhäuser.
 

DEG


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