TransFairKöln/London (epo.de). - Die britische Supermarktkette Sainsburys stellt ihr Bananensortiment ab Januar komplett auf Fairtrade-zertifizierte Früchte um. Dadurch wird sich nach Schätzung der britischen Fairtrade Foundation der Absatz fair gehandelter Bananen in Großbritannien mehr als verdoppeln. "Ein großartiger Erfolg für den Fairen Handel, den sich der deutsche Handel zum Vorbild nehmen kann", erklärte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair in Köln.

In den mehr als 750 Sainsburys-Filialen, die mit einem Marktanteil von 17% den britischen Lebensmitteleinzelhandel entscheidend prägen, werden jährlich über 110.000 Tonnen Bananen verkauft. Durch die Umstellung auf Bananen aus Fairem Handel könnten die Bananenproduzenten in Zentral- und Südamerika sowie der Karibik umgerechnet rund drei Millionen Euro Fairtrade-Prämie erhalten, so TransFair. Mit diesem Betrag könnten Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern und Plantagenarbeiter verbessert und weitere soziale Projekte realisiert werden. So sei die Prämie in der Vergangenheit unter anderem für die Verbesserung der Infrastruktur, Errichtung von Schulen, für medizinische Versorgung sowie den Ausbau lokaler Krankenhäuser verwendet worden.

Die Komplettumstellung Sainsburys auf Fairtrade-gesiegelte Bananen ist laut TransFair nur ein Beispiel für den großen Erfolg des Fairen Handels in Großbritannien. Seit 2000 hätten sich die Absätze fair gehandelter Produkte auf der Insel alle zwei Jahre nahezu verdoppelt. Sieben Jahre nach der Einführung der Fairtrade-Bananen auf dem britischen Markt verdeutliche das Engagement Sainsburys, wie stark die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten in Großbritannien gestiegen ist.

Dieser Trend zeichnet sich auch in Deutschland ab: Im Jahr 2005 konnte der Absatz von Produkten mit Fairtrade-Siegel um 40% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Erhältlich sind die Fairtrade-Bananen in Bio-Qualität bundesweit bei Kaiser`s Tengelmann, Neukauf, Globus, bei Edeka Südwest, Famila sowie bei Lidl. 

TransFair


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