New York (epo). - Die Mikrofinanzierung hat nach Ansicht von UNO-Generalsekretär Kofi Annan in vielen Ländern ihren Wert als Mittel gegen Armut und Hunger bewiesen. Sie könne das Leben der Menschen entscheidend verbessern, besonders das der Ärmsten, erklärte Annan anlässlich des Beginns des Internationalen Jahres der Kleinstkredite 2005.



"Ein Kleinstkredit, ein Sparbuch, eine günstige Möglichkeit, seinen Lohn überweisen zu können - all dies kann für eine arme Familie sehr viel verändern", sagte der UNO-Generalsekretär. Durch den Zugang zur Mikrofinanzierung könne sie mehr verdienen, Vermögen bilden und sich besser gegen unerwartete Schicksalsschläge und Verlust schützen. Sie könne - jenseits des täglichen Überlebenskampfes - für die Zukunft planen, Geld für bessere Nahrung ausgeben, für eine bessere Unterkunft, Gesundheit und für die Ausbildung ihrer Kinder sorgen und damit dem Armutskreislauf entrinnen.

"Wenn wir die Millennium-Entwicklungsziele erreichen wollen, müssen wir in genau diesem Bereich Fortschritte machen", betonte Annan. Hilfe durch Mikrofinanzierung sei keine Hilfe aus Mitleid, sondern eine Möglichkeit, einkommensschwachen Haushalten die gleichen Rechte und Dienste zu gewährleisten, die allen anderen sowieso zur Verfügung stünden. "Arme Menschen sind die Lösung und nicht das Problem", betonte Annan. Die Mikrofinanzierung sei eine Möglichkeit, auf ihren Ideen, ihrer Energie und ihren Visionen aufzubauen, produktive Unternehmen zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Gemeinschaften wachsen können.

"Wo kein Wachstum entsteht, kann auch keine Gesellschaft gedeihen", erklärte der UNO-Generalsekretär. "Lassen Sie uns dieses Jahr der Kleinstkredite nutzen, um Millionen von Familien auf dem Weg zu mehr Wohlstand zu helfen."

Vereinte Nationen


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