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Germanwatch: Elektronikbranche muss nachhaltiger werden

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Pakistan: Armut wird um ein Drittel zunehmen

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ÖNZ fordert Wahrheits-Kommission für Zentralafrika

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Berlin (epo.de). - Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ) hat die Einrichtung einer unabhängigen Wahrheits- und Versöhnungs-Kommission für die zentralafrikanische Region gefordert. Dies müsse die Konsequenz eines bislang unveröffentlichten UN-Berichtes über Kriegsverbrechen in der Demokrat...

Chile schützt Humboldt-Pinguine

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Wasser-Tankstellen sollen Versorgung in Uganda verbessern

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Startseite Umwelt Klima Greenpeace: Lederindustrie profitiert von Urwaldzerstörung
Greenpeace: Lederindustrie profitiert von Urwaldzerstörung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, den 02. Juni 2009 um 07:36 Uhr
Tropenwaldzerstörung in Carajas im brasilianischen Bundesstaat Para. Foto: epo.de/kb

Hamburg (epo.de). - Anlässlich der Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Bonn hat die Umweltorganisation Greenpeace auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum in Europa und der Umweltzerstörung im Amazonas hingewiesen. "Adidas, Reebok, Nike, Clarks, Geox und Timberland profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen, in denen für die Rinderzucht der Urwald zerstört wird", lautet das Ergebnis eines Reports, den Greenpeace hierzu veröffentlicht hat.

Rund 80 Prozent der abgeholzten Urwaldfläche im Amazonasgebiet werde als Weideland für die Rinderzucht verwendet, so Greenpeace. Das Rindfleisch werde überwiegend in Südamerika konsumiert oder verarbeitet, das Leder gehe nach China, Italien und Vietnam, wo Schuhe auch für den europäischen Markt produzieren werden. "Wer den Urwald in Brasilien zerstört, schädigt weltweit das Klima. Wir Europäer müssen uns die globalen Auswirkungen unseres Konsums bewusst machen", sagte Tobias Riedl, Urwaldexperte von Greenpeace.

Nach Schätzungen von Wissenschaftlern sind in den Wäldern des Amazonasgebietes 80 bis 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Die Zerstörung des Waldes würde dem circa 400-fachen CO2-Jahresausstoß von Deutschland entsprechen. "Die Schuhfirmen nehmen billigend in Kauf, dass ihre Produkte aus Urwaldzerstörung stammen", so Riedl. "Wer so handelt, gefährdet das Klima und seinen Ruf. Die Firmen müssen für den Konsumenten nachvollziehbar sicherstellen, dass sie nicht zur Urwaldzerstörung beitragen."

Greenpeace zufolge hat sich der brasilianische Rindfleischexport in den vergangenen zehn Jahren versechsfacht. Ermöglicht werde dieses Wachstum durch billiges Weideland infolge der Abholzung. Schon jetzt sei Brasilien der viertgrößte Klimaverschmutzer der Welt. Rund 75 Prozent der brasilianischen Treibhausgasemissionen stammten aus der Zerstörung der Wälder. Bis Juli 2008 seien 74 Millionen Hektar Regenwald, knapp 20 Prozent der ursprünglichen Fläche und die doppelte Fläche Deutschlands, vernichtet worden.

Greenpeace fordert einen internationalen Urwaldfonds, der Tropenwaldländern wie Brasilien Geld für den Schutz Ihrer Wälder und des Klimas zahlt. Insgesamt müssten Industrieländer 110 Milliarden Euro jährlich für den Kampf gegen den Klimawandel bereitstellen. Für Deutschland bedeute dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro.

Foto: Tropenwaldzerstörung in Carajás im brasilianischen Bundesstaat Pará. © epo.de/kb

www.greenpeace.de
Tags: Brasilien :: Tropenwald
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Juni 2009 um 09:41 Uhr
 

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