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Startseite Wirtschaft Landwirtschaft Elfenbeinküste: Programm für 75.000 Kakao-Bauern
Elfenbeinküste: Programm für 75.000 Kakao-Bauern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 12:43 Uhr
wcf_kakao_100Abijan/Eschborn (epo.de). - Die Welt-Kakao-Stiftung hat am Mittwoch in der Elfenbeinküste ein Programm gestartet, das die Lebensverhältnisse von 75.000 Kakao-Bauern bis 2014 beträchtlich verbessern soll. Das Programm "Lebensgrundlage Kakao" (Cocoa-Livelihood-Programme, CLP) wird von der Bill & Melinda Gates Stiftung und 14 Unternehmen der Schokoladenindustrie finanziert. Umgesetzt wird es von einem Konsortium aus fünf Organisationen, darunter die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

"Kakao ist ein entscheidender Bestandteil unserer Wirtschaft und bildet ein wichtiges Element im Leben so vieler Menschen in Côte d‘Ivoire. Dieses Programm bietet uns eine großartige Chance, mit dem privaten Sektor, mit der Bill & Melinda Gates Stiftung, unseren Kollegen in anderen Kakao produzierenden Ländern und mit der Welt-Kakao-Stiftung zusammenzuwirken, um die Lebensverhältnisse der kleinen Kakao-Bauern von Côte d‘Ivoire zu verbessern", sagte Gilbert Anoh N'guessan, der Präsident des Kaffee und Kakao Komitees der Republik Côte d’Ivoire.


Die Aktivitäten in Côte d'Ivoire sind Bestandteil eines Fünf-Länder-Programms, das auf 200.000 Kakao anbauende Haushalte in Côte d'Ivoire, Ghana, Nigeria, Kamerun und Liberia ausgerichtet ist. Die Maßnahmen in Côte d'Ivoire sollen sich nach Angaben der GTZ auf die fachliche Unterstützung der Bauernorganisationen, die Verbesserung der Produktion und der Produktqualität auf Betriebsebene, die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Fertigkeiten, die Förderung der Einkommensdiversifizierung und den verbesserten Zugang zu Betriebsmitteln und unterstützenden Dienstleistungen konzentrieren. Das Programm soll in sieben ivorischen Distrikten durchgeführt werden: Dalo, Divo, Issia, Abengourou, San Pedro, Soubre und Duekoue.  

"Sollen echte Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut erreicht werden, muss bei den Kleinbauern angesetzt werden", erklärte Richard Rogers, der Programmleiter bei der Bill & Melinda Gates Stiftung. "Die Stärkung der Bauernorganisationen und die Verbesserung der Fachkenntnisse der Bauern und ihrer Produktivität sowie der Qualität der Kakaoproduktion können dazu beitragen, dass diese Kleinbauern ihre Ernteerträge und Einkommen steigern und auf diese Weise ihre Lebensverhältnisse verbessern."

Das CLP kündigte für dieses Jahr eine Zuwendung der Welt-Kakao-Stiftung für das Nationale Agrarforschungsinstitut der Elfenbeinküste an. Diese Einrichtung soll einen innovativen Ansatz bei der Schulung von Bauern entwickeln, damit diese ihre Kakaoplantagen sanieren: Über diesen Ansatz sollen die Bauern lernen, die Ertragsfähigkeit jedes einzelnen Kakaobaumes zu beurteilen, weniger produktive Bäume zu behandeln und, wo erforderlich, Bäume zu ersetzen.

"Das Konzept 'Wissenschaft in die Praxis' ist ein wichtiger Bestandteil des Programms der Welt-Kakao-Stiftung. Diese Zuschüsse sollen die Forschung entsprechend den lokalen Erfordernissen vor Ort sowie die Verbreitung von Wissen unterstützen. Davon sollen insbesondere Bäuerinnen profitieren. Die Stärkung dieser Bindungen zwischen den Bauern und ihren nationalen Forschungseinrichtungen ist entscheidend für die Nachhaltigkeit unserer Anstrengungen", sagte Mbalo Ndiaye, der Programmdirektor des CLP bei der Welt-Kakao-Stiftung.  

Das CLP wird von der Welt-Kakao-Stiftung geleitet. Umgesetzt wird es von einem Konsortium aus fünf Organisationen: Agribusiness Services International (ASI), einer ACDI/VOCA-Tochter, Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Internationales Institut für Tropische Landwirtschaft (IITA)/Nachhaltiges Baumfruchtprogramm (STCP), SOCODEVI und TechnoServe. Die Programmfinanzierung erfolgt durch die Bill & Melinda Gates Stiftung und private Firmen. Weitere Unterstützung kommt vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Regierungen der fünf beteiligten afrikanischen Länder sind im Lenkungsausschuss vertreten.

www.worldcocoafoundation.org
www.gtz.de
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. Februar 2010 um 12:47 Uhr
 

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