fairtrade_towns_150Köln. - Die internationale Kampagne "Fairtrade Towns" zeichnet am 4. Juni die weltweit 1000. Stadt des Fairen Handels aus. Der Jubiläums-Titel wird aber nicht nur an eine einzige Stadt vergeben. Wegen der internationalen Ausrichtung der Kampagne erhalten an diesem Tag mehrere Städte in verschiedenen Ländern die Auszeichnung. Neben der japanischen Stadt Kumamoto und der spanischen Hauptstadt Madrid wird auch eine Stadt in Deutschland zu den "1000. Fairtrade Towns" zählen: Herne.

Was vor gut zehn Jahren in Großbritannien begann, hat sich zu einer internationalen Bewegung entwickelt. In 22 Ländern auf fünf Kontinenten gibt es Fairtrade-Städte, -Landkreise oder –Regionen. Die Kampagne Fairtrade Towns verbindet auf lokaler Ebene Vereine, städtische Verwaltung, Schulen und Unternehmen, um mehr Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen. Inzwischen gibt es einen regelrechten Run auf die Auszeichnung. Im Ursprungsland Großbritannien gibt es mehr als 500 Fairtrade Towns. In Deutschland, wo die Kampagne seit Herbst 2009 existiert, sind bereits 41 Kommunen ausgezeichnet worden und eine Vielzahl an weiteren Bewerbungen liegt vor. In Japan wird der Stadt Kumamoto als erster Stadt des Landes und Asiens der Titel verliehen.

In Deutschland ist Herne die 42. Fairtrade Stadt. 
Seit einem Jahr arbeitet die Stadt Herne daran, die Kriterien für den Titel Fairtrade-Stadt umzusetzen. Am 4. Juni um 14 Uhr nimmt Hernes Bürgermeisterin Birgit Klemczak die Urkunde in Empfang.

Frankfurt am Main ist bereits ausgezeichnete Fairtrade-Stadt. Oberbürgermeisterin Petra Roth sieht in der Kampagne die Chance, verschiedene Akteure auf kommunaler Ebene für den Fairen Handel zu sensibilisieren: "Mit dem Titel "Fairtrade Town" können wir als Kommune das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel stärken. Der Einzelhandel, die Medien, die Bevölkerung als Verbraucher und natürlich die Kommune als öffentlicher Einkäufer, sie werden durch dieses Sozial-Siegel aktiviert." Mit der Beteiligung an der Kampagne leisten Städte, Gemeinden und Landkreise zugleich einen lokalen Beitrag zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Ernennung der 1.000. Fairtrade Town gibt es für Einzelpersonen, Organisationen und Fairtrade-Kommunen die Möglichkeit, eine Petition für Fairen Handel zu unterzeichnen. Die Petition ruft zu Maßnahmen auf, die sicherstellen sollen, dass das gegenwärtige Nahrungsmittelsystem und Agrarhandelsströme zu nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit im Süden und Norden beitragen, anstatt sie zu behindern. Fairtrade-Kommunen auf der ganzen Welt wollen diese Forderung durch eine persönliche Foto-Botschaft unterstützen. Die Petition wird zusammen mit den beigefügten Nachrichten und Fotografien den Agrarministerinnen und -ministern der G20 bei ihrem Gipfeltreffen in Paris am 22.-23. Juni 2011 übermittelt.

www.fairtradetowns.org

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