deg_180Köln. - Die Deutsche Investitions- und Entwicklungs-Gesellschaft (DEG) hat 2011 mit Neuzusagen in Höhe von 1,22 Milliarden EUR an das gute Vorjahresergebnis (2010: 1,23 Mrd. EUR) angeknüpft. DEG-Sprecher Bruno Wenn sagte bei der Vorstellung des Jahresergebnisses der DEG am Dienstag in Köln, Entwicklung sei ohne die Privatwirtschaft nicht möglich. Entwicklungs-Finanzierer wie die DEG stellten privaten Unternehmen in Entwicklungsländern jährlich mehr als 40 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

Die DEG erzielte im abgelaufenen Jahr einen besonders hohen Anstieg bei den Risikokapital-Finanzierungen in Form von Beteiligungen und Mezzanin-Finanzierungen. Mit 509 Mio. EUR lagen diese um 48 Prozent über dem Vorjahreswert (2010: 344 Mio. EUR). Innerhalb der letzten zehn Jahre erhöhten sich die Risikokapital-Finanzierungen sogar um mehr als das Sechsfache (2002: 79 Mio. EUR).

"In der KfW Bankengruppe ist die DEG der Spezialist für Beteiligungs- und Risikokapital. Mit unseren Beteiligungen stärken wir die Eigenkapitalbasis der Unternehmen, damit sie mehr Sicherheiten für herkömmliche Kreditfinanzierungen haben und investieren können", betonte DEG-Geschäftsführer Wenn. "Außerdem beraten wir unsere Kunden umfassend, damit die Beteiligung für beide Seiten ein Erfolg wird."

Regional sei im Neugeschäft 2011 vor allem die erneut erfreuliche Entwicklung in Afrika hervorzuheben, so die DEG: Mit Neuzusagen von 233 Mio. EUR habe die DEG ihr Resultat von 2010 (227 Mio. EUR) leicht übertroffen. Eine der geförderten Investitionen ist ein Rohstoffprojekt in Kenia: Das Unternehmen Base Titanium will dort mineralhaltige Sande abbauen und verarbeiten, um international nachgefragte Rohstoffe zu gewinnen. Der Großteil des DEG-Neugeschäfts entfiel im vergangenen Jahr wieder auf Asien, wo insgesamt 449 Mio. EUR investiert wurden. In Lateinamerika hat die DEG 348 Mio. EUR zugesagt und in der Region Europa / Kaukasus 186 Mio. EUR.

Nach Branchen lag der Schwerpunkt des Engagements im Finanzsektor. Mit 506 Mio. EUR (2010: 404 Mio. EUR) entsprachen die Zusagen einem Anteil von 41 Prozent am Neugeschäft. Auf private Infrastrukturvorhaben entfiel laut DEG mit 342 Mio. EUR fast ein Drittel. Es folgten Finanzierungszusagen für Industrieunternehmen mit 270 Mio. EUR und die Agrar- und Ernährungswirtschaft mit 86 Mio. EUR.

2011 begleitete die DEG eigenen Angaben zufolge mehr als 100 deutsche mittelständische Unternehmen, die sich dazu entschieden, in einem Entwicklungsland tätig zu werden. Ergänzend zu ihren Finanzierungen aus Eigenmitteln setzt die DEG Fördergelder des Bundes ein. Dazu zählt etwa das Programm für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, kurz develoPPP.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die DEG hat 2011 70 neue Projekte mit 16,3 Mio. EUR aus develoPPP-Mitteln gefördert. Die privaten Unternehmen steuerten weitere 25,5 Mio. EUR bei.

Für 2012 strebt die DEG ein moderates Wachstum mit einem Neugeschäft in Höhe von 1,3 Mrd. EUR an. Qualitativ fokussiert sich der Entwicklungs-Finanzierer auf fünf Schwerpunkte: Afrika bleibt auch künftig die zentrale Region für die DEG. Ebenso wichtige Ansätze sieht die DEG in der Förderung des Mittelstandes, dem Schutz von Klima und Umwelt, einem weiterhin hohen Anteil bei den Risikokapital-Finanzierungen sowie in der Begleitung deutscher Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Unter dem Motto "Mut zur Entwicklung. 50 Jahre DEG" feiert die DEG 2012 ihr 50jähriges Bestehen. "Es gehört zu unserem Geschäft, mutig zu sein: Wir begleiten private Unternehmer in schwierige Gefilde", sagte DEG-Geschäftsführer Wenn. Ein "Tag der offenen Tür" am 21. April 2012 in der Kölner Unternehmenszentrale steht unter dem Motto "Indien".

www.deginvest.de

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