bmz_100Berlin. - Die Projektgruppe Vorfeldreform (PGV) hat in diesen Tagen ihren Schlussbericht vorgelegt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sieht die beiden Hauptziele der Reform "in ihren wesentlichen Punkten erreicht". Die neu geschaffene GIZ sei eine schlagkräftige und wirtschaftliche Organisation, und das BMZ sei in seiner politischen Gestaltungs- und Steuerungsfähigkeit deutlich gestärkt.

"Das BMZ hat seine Hausaufgaben gemacht. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit steht nach unserer wegweisenden Reform besser da als je zuvor", erklärte Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz am Donnerstag in Berlin. "Wir können unsere Partnerländern künftig deutlich effizienter unterstützen - durch eine Entwicklungspolitik aus einem Guss, bei der alle Beteiligten an einem Strang ziehen und Reibungsverluste minimiert sind. Dabei können wir weiterhin auf vielfältige Instrumente der Technischen Zusammenarbeit zurückgreifen - und dennoch transparent, flexibel und zukunftsorientiert arbeiten. Wir haben die wichtigste Strukturreform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit seit 50 Jahren in gerade einmal eineinhalb Jahren nicht nur auf den Weg gebracht, sondern in großen Teilen umgesetzt."

Im Rahmen der Vorfeldreform wurden die drei Vorgängerorganisationen der technischen Zusammenarbeit fusioniert - GTZ, DED und InWEnt wurden zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) verschmolzen. Dabei seien viele Doppelstrukturen abgebaut worden, so das BMZ. Die Wirksamkeit und Effizienz des Mitteleinsatzes werde künftig von einem unabhängigen Institut für Evaluierung kontrolliert.

In der neuen Servicestelle "Engagement Global" wurden alle Dienstleitungen und Services rund um das bürgerschaftliche Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit gebündelt. Die die Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und Bürgern werde damit verbessert, erklärte das BMZ.

Politische Steuerung und Durchführung der Entwicklungszusammenarbeit seien künftig strikt voneinander getrennt, so das Ministerium. Um seiner Steuerungsfunktion gegenüber den Durchführungsorganisationen gerecht zu werden, werde das BMZ bis 2013 insgesamt 210 neue Stellen schaffen - bei einer Gesamteinsparung von 700 Stellen - und strategische Referate entsprechend verstärken. 46 der neuen Stellen würden als Referentenstellen für wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Partnerländern entstehen und dort die Schlagkraft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sichtbar erhöhen, teilte das BMZ mit.  

"Wir haben eine Herkulesaufgabe erfolgreich bewältigt - dafür gebührt allen Beteiligten unser ausdrücklicher Dank - zuallererst auch unseren Mitarbeitern im eigenen Haus", sagte Staatssekretär Beerfeltz. "Der Einsatz hat sich gelohnt - und bei allem bürokratischen Aufwand werden wir am Ende feststellen: es war die Sache wert - und zwar im Interesse unserer Partnerländer."

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