erd_150Brüssel. - Der Entwicklungs-Kommissar der EU, Andris Piebalgs, hat die Veröffentlichung des Europäischen Entwicklungsberichts 2011/2012 begrüßt. Der in Brüssel präsentierte Bericht behandelt die wichtigsten aktuellen Entwicklungsfragen aus europäischer Sicht. Im diesjährigen Bericht wird das dringliche Problem der knappen Ressourcen Wasser, Energie und Land und der Wechselbeziehungen zwischen ihnen untersucht. Er geht der Frage nach, wie das Management dieser Ressourcen effizient erfolgen kann, um breitenwirksames und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

"Dieser Bericht ist von besonderer Relevanz und erscheint rechtzeitig vor der Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen und im Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle", erklärte Kommissar Piebalgs. "Wasser, Energie und Land sind wichtige Ressourcen für die Entwicklung und das Wohlergeben der Menschheit. Die Beschränkungen in diesem Bereich können nur durch systematisches Vorgehen überwunden werden. Landwirtschaft und Energie zählen bereits zu den Prioritäten der Entwicklungspolitik der Kommission, wie in unserer Agenda für den Wandel dargelegt wird. Ihnen kommt eine Schlüsselrolle bei unseren Bemühungen zu, Ergebnisse und Wirksamkeit der EU-Entwicklungspolitik zu stärken."

Dem Bericht zufolge steigt der Druck auf die Ressourcen. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Wasser und Energie bis 2050 um 40 Prozent und diejenige nach Nahrungsmitteln um 50 Prozent steigt. Der Europäische Entwicklungsbericht mit dem Titel "Nutzung von knappen Ressourcen: für breitenwirksames und nachhaltiges Wachstum: Wasser, Energie und Land" betrachtet die Rolle, die der öffentliche und der private Sektor beim Management natürlicher Ressourcen übernehmen, um breitenwirksames und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.

Im Vorfeld der Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung drängt der Report die internationale Gemeinschaft zu einer Änderung ihres Ansatzes beim Management der Ressourcen Wasser, Energie und Land. Der öffentliche Sektor soll dabei eine wesentliche Rolle spielen, indem er den richtigen Rahmen schafft und geeignete Politiken entwickelt. Der private Sektor wird aufgefordert, nachhaltige Geschäftsmodelle zu übernehmen.

Im Bericht wird die EU aufgefordert, einen ehrgeizigen, integrierten Ansatz beim Management des "Wasser-Energie-Land-Nexus" zu verfolgen, mit dem den weitreichenden Auswirkungen bestimmter Maßnahmen begegnet wird. Schließlich stellt der Bericht das Potenzial heraus, welches innovative Lösungen haben können. Eine solche Lösung sind sogenannte Zahlungen für Ökosystemleistungen, etwa für Maßnahmen, die für Umweltressourcen vorteilhaft sind oder sie schützen.

Der Bericht wurde von den europäischen Think Tanks Overseas Development Institute (ODI), European Centre for Development Policy Management (ECDPM) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) mit Sitz in Bonn erstellt.

www.erd-report.eu

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