Banner
DANKE AFRIKA! - Was der "reiche" Westen von den "armen" Afrikanern lernen kann

DANKE AFRIKA! - Was der "reiche" Westen von den "armen" Afrikanern lernen kann

Douala. - Der "schwarze Kontinent" ist in der westlichen Lesart ein Krisenkontinent. Kriege und Konflikte dominieren das Bild, das sich Mainstream-Medien gemeinhin von Afrika machen. Doch Afrika hat der Menschheit Wesentliches gegeben. Die ältesten Überreste von Hominiden wurden hier gef...

Gaza: Menschenrechte vs. Kriegsrecht

Gaza: Menschenrechte vs. Kriegsrecht

Gaza. - Anlässlich der Sondersitzung des UN-Rates für Menschrechte zu Gaza am Mittwoch in Genf hat die Hilfsorganisation medico international von der Bundesregierung die Zustimmung zur Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen gefordert. Diese müsse ...

Klimabericht: Erderwärmung setzt sich fort

Klimabericht: Erderwärmung setzt sich fort

Asheville. - Die Erderwärmung hält nach Angaben einer Gruppe von 425 Wissenschaftlern aus 57 Ländern an. Zu diesem Ergebnis kommen die Klimaforscher in dem am Freitag veröffentlichten "State of the Climate"- Bericht. 2013 war demnach eines der wärmsten Jahre aller Zeiten. Auch die Tem...

BRICS gründen eigene Entwicklungsbank

BRICS gründen eigene Entwicklungsbank

Fortaleza. - Die Gruppe der wirtschaftlich und politisch aufstrebenden Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) hat in Konkurrenz zu Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) eine eigene Entwicklungsbank gegründet. Auch eigene BRICS-Währungsreser...

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe strukturiert sich um

Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe strukturiert sich um

München. - Die von dem Schauspieler Karlheinz Böhm vor mehr als 30 Jahren gegründete Hilfsorganisation Menschen für Menschen (MfM) hat sich für die Zukunft neu aufgestellt und ihre Organisation in Deutschland und Äthiopien umstrukturiert. Die beiden bisherigen Geschäftsführer der S...

Diesen Beitrag twittern!

epo.de auf Facebook

facebook

Boldts Buschtrommel

logo_kb.pngDer Blog von epo.de Herausgeber Klaus Boldt

Startseite
Mursi soll Menschen- und Organhandel im Sinai stoppen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Dienstag, den 29. Januar 2013 um 12:07 Uhr

pro asyl 100Berlin. - Auf der ägyptischen Halbinsel Sinai sind bereits tausende Flüchtlinge Opfer krimineller Organisationen geworden, zu deren Geschäft Menschenhandel, Lösegelderpressung und Organhandel gehören. Pro Asyl hat den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi anlässlich seines Staatsbesuches am Mittwoch in Berlin aufgefordert, diesen Verbrechen endlich einen Riegel vorzuschieben und die entführten Flüchtlinge zu befreien.

Die ägyptische Polizei müsse zudem die Praxis der Inhaftierung von Schutzsuchenden in Polizeiwachen und Gefängnissen auf der Sinai-Halbinsel und in Oberägypten beenden, forderte Pro Asyl.

Flüchtlinge im Sinai werden nach Angaben der Hilfsorganisation von Menschenhändlern entführt, gefoltert, vergewaltigt und nicht selten getötet. Hauptgeschäft der Täter ist die Lösegelderpressung. Sie nehmen ihren Opfern Telefonnummern ihrer im Ausland lebenden Angehörigen ab, rufen sie an und foltern während des Anrufs ihre Opfer, sodass die Angehörigen durch die Schreie bewegt werden, ihren Forderungen nachzukommen. Die Lösegeldforderungen liegen  zwischen 5.000 und 40.000 US-Dollar. Diese Praxis ist unter anderem durch Berichte von Human Rights Watch und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe dokumentiert.

Werden die Entführten nicht freigekauft, droht ihnen unter anderem die Entnahme von Organen. Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage liegen der Bundesregierung Hinweise vor, "wonach im Zeitraum 2010 bis 2011 ein Beduinenstamm im Nord-Sinai Migranten aus dem Bereich Subsahara entführt und ihnen Organe zum Weiterverkauf an ägyptische Krankenhäuser entnommen habe". Etwa 200 bis 250 Personen sollen Opfer dieser Praxis geworden sein, nicht wenige seien durch die Eingriffe zu Tode gekommen.

Bei den Opfern handelt es sich Pro Asyl zufolge vor allem um Flüchtlinge aus Eritrea, dem Sudan und Äthiopien. Seit die Fluchtroute über Libyen durch die Kooperation der EU mit dem Gaddafi-Regime und später durch den libyschen Bürgerkrieg schwieriger geworden ist, versuchen Schutzsuchende aus diesen Staaten vermehrt über die Sinai-Halbinsel nach Israel zu gelangen. Einer Entschließung des Europäischen Parlaments vom 15. März 2012 zur Folge sind es Tausende, die es nicht bis nach Israel schaffen, sondern im Sinai umkommen.

Obwohl die Standorte der Lager, in denen die Flüchtlinge festgehalten werden, zum Teil bekannt sind, gebe es kaum Berichte über Polizeiaktionen gegen die Menschenhändler, so Pro Asyl. Stattdessen würden die ägyptischen Sicherheitsbehörden gegen Schutzsuchende vorgehen. Sie würden in Ägypten unter unmenschlichen Bedingungen inhaftiert.

www.proasyl.de

Tags: Ägypten :: Organhandel
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Februar 2013 um 13:26 Uhr
 

0 Comments

Add Comment

Kinderarbeit

kinderarbeitWeltweit für Kinderrechte. Weltweit gegen Kinderarbeit. Eine Fotoausstellung des Don Bosco Network mit Bildern des brasilianischen Fotografen José Feitosa » mehr...

Partner

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche

mediawatchblog

freerice

Straßenkinder

champions_donbosco_265
Die Fotoausstellung "Champions for South Africa" von Don Bosco JUGEND DRITTE WELT e.V. zeigt den Alltag von Straßenkindern in Südafrika - und ihre Freude am Fußball. » mehr...