Banner
Kolumbien: Beteiligung von Opfern gibt Friedensverhandlungen neue Qualität

Kolumbien: Beteiligung von Opfern gibt Friedensverhandlungen neue Qualität

Aachen. - Nach den jahrzehntelangen Konflikten zwischen der kolumbianischen Armee und der Guerillagruppe Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) finden seit 2012 Friedensverhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna statt. Im August haben sich erstmals seit Beginn der Verh...

Erdüberlastungstag: Wir bräuchten 1,5 Erden

Erdüberlastungstag: Wir bräuchten 1,5 Erden

Berlin. – Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Ressourcen der Erde überlastet sind. Dieser sogenannte "Erdüberlastungstag" war bisher noch nie so früh wie in diesem Jahr: am 19. August. Aus diesem Anlass haben mehrere Umweltorganisationenen eine Abkehr...

Antarktis könnte Meeresspiegel schneller als gedacht ansteigen lassen

Antarktis könnte Meeresspiegel schneller als gedacht ansteigen lassen

Potsdam. - Allein durch das Abschmelzen des Eises in der Antarktis kann der globale Meeresspiegel um eine Spanne zwischen einem und 37 Zentimeter ansteigen. Das zeigt eine neue Studie eines Wissenschaftler-Teams, die vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleitet wurde. Die ...

USA stellen Liberia Ebola-Medikament zur Verfügung

USA stellen Liberia Ebola-Medikament zur Verfügung

Berlin. - Die USA stellen Liberia ein noch nicht zugelassenes Ebola-Medikament zur Verfügung. Das hat das liberianische Präsidialamt in der Hauptstadt Monrovia mitgeteilt. Die US-Regierung und die amerikanische Arzneimittelbehörde hätten zugestimmt, hieß es. Nach einem Bericht des bri...

Global Peace Index und Big Data: Warum man den Frieden messen muss

Global Peace Index und Big Data: Warum man den Frieden messen muss

Berlin. - "What you can't measure, you can't understand - Was man nicht messen kann, kann man nicht verstehen." Mit dieser ebenso simplen wie falschen Logik hat der australische Geschäftsmann und "Philanthrop" Steve Killelea sein Unternehmen "Integrated Research" und sein "Institute for E...

Indien: Bevorzugte Söhne und der Status der Frauen

Indien: Bevorzugte Söhne und der Status der Frauen

Neu Delhi. - In Indien mehren sich Berichte über Entführungen von Mädchen, Vergewaltigungen und Kinderprostitution. Auch Mitgift -und Ehrenmorde, Säureattacken, häusliche Gewalt sowie das Abtreiben weiblicher Föten und das absichtliche Vernachlässigen von weiblichen Kleinkindern ste...

Diesen Beitrag twittern!

epo.de auf Facebook

facebook

Boldts Buschtrommel

logo_kb.pngDer Blog von epo.de Herausgeber Klaus Boldt

Startseite Länder / Regionen Afrika Mali-Krise droht auf Libyen überzugreifen
Mali-Krise droht auf Libyen überzugreifen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Donnerstag, den 31. Januar 2013 um 11:18 Uhr

gfbvGöttingen. - Wie schon in Mali droht die Unzufriedenheit der Tuareg nun auch in Libyen in einen Konflikt zu münden. Libyens Tuareg fordern einen gerechteren Anteil an den Erträgen aus der Ölförderung und mehr Investitionen in ihrer Region. Die Krise in Mali drohe auf den Süden Libyens überzugreifen, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

In einem Gespräch mit dem Ölminister des Landes verlangte der Tuareg-Rat nach Angaben der GfbV am Dienstagabend mehr Arbeitsmöglichkeiten in der Ölindustrie für Angehörige der Minderheit sowie den Ausbau von Krankenstationen, Krankenhäusern und Landwirtschaftsprojekten im verarmten Süden des Landes. "Wer die Sicherheit im Süden Libyens erhöhen will, muss mehr für die Tuareg tun", sagte der Afrikareferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, am Donnerstag in Göttingen. Der Tuareg-Rat ist von der libyschen Regierung als beratendes Organ anerkannt. In ihm sind führende Vertreter und Älteste der im Süden des Landes lebenden Minderheit zusammengeschlossen.

Die GfbV warnte davor, die Forderungen der Tuareg zu ignorieren. Denn angesichts der eskalierenden Krise im benachbarten Mali drohe der Konflikt auf den Süden Libyens überzugreifen. "Radikale Islamisten, die nun aus Mali fliehen, könnten die Unsicherheit im Süden Libyens nutzen, um sich dort neu zu strukturieren", erklärte Delius. "Aufgrund des großen Machtvakuums im Süden Libyens ist auch die für Europa so bedeutende Ölindustrie dieses Landes vor Terroranschlägen radikaler Islamisten nicht sicher. Deshalb ist es nun umso wichtiger, Süd-Libyen nicht nur militärisch stärker zu sichern, sondern auch die latente Unruhe unter den Tuareg zu beenden."

Der Chef der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Libyen (UNSMIL), Tarek Mitri, hatte am Dienstag im Weltsicherheitsrat vor dramatischen Sicherheitsproblemen in Libyen gewarnt. Libyens Streitkräfte seien nicht in der Lage, die Grenzen im Süden des Landes wirksam zu sichern. Die Gefahr sei groß, dass sich dort radikale Islamisten neu formieren könnten, sagte Mitri. Auch der UN-Vertreter bezeichnete die wachsende Unzufriedenheit der Menschen im Süden des Landes als große Gefahr. Aus Protest gegen die Vernachlässigung ihrer Region hatten Abgeordnete aus Süd-Libyen in den letzten Monaten den Allgemeinen Nationalkongress, das Parlament Libyens, verlassen.

Libyen hatte am 16. Dezember 2012 das Kriegsrecht über den Süden des Landes verhängt und aus Sorge über die angespannte Sicherheitslage die Schließung der 4.000 Kilometer langen Staatsgrenze angeordnet.

Ein Großteil der Bevölkerung in Süd-Libyen sind laut GfbV Tuareg. Die mindestens 20.000 Tuareg leben zum Teil in unmittelbarer Nähe von Ölförder-Anlagen im Murzuk-Becken. In der rund 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis gelegenen Region wird seit 1997 Erdöl gefördert und mit einer Pipeline zu einem Exporthafen an der Mittelmeerküste gepumpt. Das Murzuk-Becken gilt als eine der größten Hoffnungen der libyschen Erdölindustrie. Neben libyschen Unternehmen fördern dort auch die französische Firma TOTAL, die italienischen ENI und AGIP, die österreichische OMV und die spanische Repsol. Libyen ist viertwichtigster Erdöllieferant Deutschlands.

www.gfbv.de

Tags: Libyen :: Tuareg
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 31. Januar 2013 um 12:46 Uhr
 

0 Comments

Add Comment

Kinderarbeit

kinderarbeitWeltweit für Kinderrechte. Weltweit gegen Kinderarbeit. Eine Fotoausstellung des Don Bosco Network mit Bildern des brasilianischen Fotografen José Feitosa » mehr...

Partner

ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche

mediawatchblog

freerice

Straßenkinder

champions_donbosco_265
Die Fotoausstellung "Champions for South Africa" von Don Bosco JUGEND DRITTE WELT e.V. zeigt den Alltag von Straßenkindern in Südafrika - und ihre Freude am Fußball. » mehr...