deg kfwKöln. - Mehr lokal produzierte Nahrungsmittel und eine nachhaltige Holzwirtschaft: Diese Ziele stehen im Mittelpunkt eines Vorhabens, das die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) in Paraguay finanziert. Sie beteiligt sich mit 25 Millionen Euro an der Paraguay Agricultural Corporation (PAC), einem Unternehmen der Holdinggesellschaft Rio Forte Investments S.A., die ihr Engagement im Landwirtschaftssektor in Paraguay ausbauen will.

PAC betreibt nach DEG-Angaben auf einer Gesamtfläche von 135.000 Hektar den Anbau von Soja, Weizen, Mais und Baumwolle sowie Viehzucht und setzt außerdem auf nachhaltige, FSC-zertifizierte Naturwaldbewirtschaftung. Das Unternehmen war das erste in Paraguay, das im Jahr 2003 nach dem Forest Stewardship Council zertifiziert wurde.

Die DEG-Beteiligung dient dazu, weitere 5.000 Hektar Agrarland zu erwerben, die Bewässerungsanlagen zu erweitern sowie erstmalig Reis anzubauen und nachhaltig Holz zu produzieren. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt 37 Mio. Euro. Rio Forte setzt im Agrarsektor Paraguays auf Expansion: Allein der geplante Reisanbau soll zehn Prozent der gesamten Reisproduktion des Landes ausmachen.

"Mit unserem Engagement stärken wir ein professionell und verantwortungsbewusst agierendes Agrarunternehmen, das durch die zusätzlichen Mittel sein Produktportfolio erweitern und diversifizieren kann", sagte Bruno Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Köln.

Rio Forte, die Investmentgesellschaft der portugiesischen Espirito Santo Group, sei ein sozial sehr engagiertes Unternehmen, erklärte die DEG. Die Tochter PAC in Paraguay biete Schulen für die Kinder der Angestellten und unterstütze so die lokalen Gemeinden im Bereich Bildung. Hilfe gibt es außerdem bei der Erhaltung des 12.000 Hektar großen Ypeti Naturreservates und für lokale Kleinbauern, die neben Finanzierung auch Vertriebs- und Technik-Know-how erhalten.

Die DEG ist nicht nur Finanzierungspartner. Sie berät nach eigenen Angaben Rio Forte auch dabei, wie es seine international anerkannten, ökologisch und sozial verantwortlichen Bewirtschaftungsmethoden weiter verbessern kann. Das Unternehmen arbeitet mit dem WWF zusammen an einem Konzept zur Waldrehabilitierung, nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Verbesserung der Wirtschaftslage angrenzender Gemeinden.

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