deg kfwKöln. - Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hat ihr Neugeschäft 2012 erneut ausgebaut: Sie sagte im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden Euro für die Finanzierung privater Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu (2011: 1,2 Mrd. EUR). "Als Pionierinvestor geht die DEG in Zukunftsmärkte und zeigt auf, dass privatwirtschaftliches Engagement auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist und wichtige Entwicklungsbeiträge leistet", sagte Bruno Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung.

Mit ihren Neuzusagen hat die DEG auch im 50. Jahr ihres Bestehens eine beträchtliche Hebelwirkung erzielt und nach eigenen Angaben unternehmerische Investitionen in Höhe von 12,1 Mrd. EUR ermöglicht.

Viele der DEG-Partnerländer sind auch Zukunftsmärkte für deutsche Unternehmen, eine zentrale Zielgruppe der DEG. Dieser stellte sie 2012 rund 182 Mio. EUR zur Finanzierung von Auslandsinvestitionen bereit und damit deutlich mehr als im Vorjahr (2011: 99 Mio. EUR). "Deutsche Unternehmen können mit ihrem Engagement wichtige Beiträge zur Entwicklung leisten und zugleich von den Chancen profitieren, die Entwicklungs- und Schwellenländer bieten", so Wenn. Die Finanzierung und Begleitung deutscher Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländer zähle daher zu den fünf Schwerpunkten, auf die sich die DEG im Rahmen der Geschäftsstrategie 2012 fokussiert habe.

Auch bei den übrigen Schwerpunkten - Förderung der Privatwirtschaft in Afrika, Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen, Schutz von Klima und Umwelt sowie ein hoher Anteil an Beteiligungsengagements - waren die Resultate im vergangenen Jahr laut DEG erfreulich.

In Afrika sagte die DEG 235 Mio. EUR zu und konnte damit erneut den Vorjahreswert leicht übertreffen (2011: 233 Mio. EUR). Mit 204 Mio. EUR war der Großteil dieser Finanzierungen für Subsahara-Afrika bestimmt. So stellte die DEG beispielsweise dem kenianischen Fruchtsafthersteller Kevian Kenya Ltd. ein Darlehen über 7,5 Mio. USD bereit. Der Mittelständler erweitert damit seine Produktionskapazität, um das Fruchtsaftkonzentrat selbst produzieren zu können. Die Früchte kauft Kevian von Kleinbauern. Das Unternehmen setzt in der Produktion eine moderne PET-Abfüllanlage aus Deutschland ein und liefert dorthin auch einen Großteil des Fruchtsaftkonzentrats.

Rund 465 Mio. EUR (2011: 527 Mio. EUR) der DEG-Neuzusagen gingen 2012 an kleine und mittlere Unternehmen. Damit trug die DEG dazu bei, das Angebot an langfristigen Finanzierungen für diese Unternehmen zu verbessern. Für klimafreundliche Investitionen sagte die DEG 384 Mio. EUR und damit deutlich mehr als im Vorjahr zu (2011: 193 Mio. EUR). Die Risikokapitalfinanzierungen in Form von Beteiligungen und Mezzanin-Finanzierungen lagen mit 506 Mio. EUR auf dem Rekordniveau des Vorjahres (2011: 509 Mio. EUR).

Regional betrachtet entfiel der größte Teil des Neugeschäfts 2012 auf Lateinamerika, wo die DEG 497 Mio. EUR (2011: 348 Mio. EUR) investierte. In Asien wurden 388 Mio. EUR (2011: 418 Mio. EUR) zugesagt und in der Region Europa/Kaukasus 205 Mio. EUR (2011: 186 Mio. EUR). Nach Branchen lagen die Schwerpunkte des Neugeschäfts in der verarbeitenden Industrie mit 352 Mio. EUR (2011: 270 Mio. EUR) und im Finanzsektor mit 380 Mio. EUR (2011: 506 Mio. EUR).

Privatwirtschaftliches Engagement ist ein wichtiger Entwicklungs- und Beschäftigungsmotor. "Rund 435.000 Arbeitsplätze werden durch die von der DEG im Jahr 2012 mitfinanzierten Unternehmen geschaffen bzw. gesichert. Die Firmen tragen zu jährlichen Staatseinnahmen in Höhe von rund 827 Mio. EUR bei und erzielen pro Jahr Nettodevisenerlöse in Höhe von rund 4,1 Mrd. EUR. Mit diesen Beiträgen der Privatwirtschaft können Haushaltsdefizite reduziert, Deviseneinnahmen nachhaltig gestärkt und Investitionen ermöglicht werden", betonte DEG-Geschäftsführer Wenn.

Ergänzend zu ihren Finanzierungen aus Eigenmitteln setzt die DEG Fördergelder des Bundes ein. Dazu zählt etwa das Programm für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft, kurz develoPPP.de des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die DEG hat im vergangenen Jahr 13,9 Mio. EUR aus develoPPP-Mitteln für 73 neue Projekte zugesagt, davon 61 mit deutschen Partnern.

www.deginvest.de


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