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Der "freie Westen" auf dem Weg in den Totalitarismus?

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Berlin. - Am Internationalen Tag der Demokratie, den die Vereinten Nationen am 15. September feiern, gilt es im Jahr 2014 ein ernüchterndes Fazit zu ziehen. Die Demokratie ist in vielen Regionen der Welt auf dem Rückzug. Die Enthüllungen Edward Snowdens über die globale Überwachung du...

Mahnwache vor Kik-Filiale für Opfer der Brandkatastrophe

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Berlin. - Anlässlich des zweiten Jahrestages des Brandes in der Textilfabrik Ali Enterprises in Pakistan (11. September) haben Aktivisten in Berlin, Amsterdam und Karachi der Opfer gedacht. Bei einer Mahnwache vor einer Kik-Filiale in Berlin forderten Mitglieder des entwicklungspolitische...

Internationale Walfang-Tagung in Slowenien

Internationale Walfang-Tagung in Slowenien

München. - Der Schutz der Wale nicht aufgeweicht werden. Das fordern Artenschutzverbände im Vorfeld der 65. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC), die vom 15. bis 18. September in Portoroz (Slowenien) stattfindet. Die Vorverhandlungen beginnen bereits am 11. September. ...

EU: Brok fordert schnellere Abwicklung der humanitären Hilfe

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Brüssel. - Der Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments debattiert am Mittwoch über die humanitäre Krise im Gaza-Streifen. Ebenfalls auf der Tagesordnung stehen die Krisen in der Zentralafrikanischen Republik, im Irak, Südsudan, in Syrien und in der Ukraine. In Anwesenheit de...

Oxfam: Förderung von Agrarkonzernen verschärft Konflikte in Afrika

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Berlin. - Regierungen in Afrika gehen vermehrt große Kooperationen mit Gebern und multinationalen Unternehmen ein, um Investitionen in die Landwirtschaft zu fördern. Diese großen staatlich unterstützten Agrarprojekte privater Unternehmen in Afrika seien allerdings riskant und weitgehen...

Kritik an post-2015 Agenda: Das aktuelle Entwicklungsmodell ist keine Lösung

Kritik an post-2015 Agenda: Das aktuelle Entwicklungsmodell ist keine Lösung

New York. - Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York treffen sich derzeit Vertreter nichtstaatlicher Organisationen mit der UN-Informationsabteilung, um sich über den Prozess der Entwicklungsagenda nach dem Auslaufen der Millenniums-Entwicklungsziele abzustimmen. In einem Entwurf f...

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Frauen und Mädchen weltweit stärken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Freitag, den 08. März 2013 um 10:11 Uhr

lawi frauenarbeit unkraut bolivien gtz 200Berlin. - Zum Weltfrauentag am 8. März haben zahlreiche Organisationen darauf hingewiesen, dass Mädchen und Frauen insbesondere in armen Ländern noch immer benachteiligt werden. Sie sind stärker von Armut betroffen, können oft nicht zur Schule gehen, werden häufiger Opfer von Missbrauch und Gewalt und werden in vielen Ländern schon von Gesetzes wegen benachteiligt. Mehr als 70 Prozent der Armen weltweit sind Mädchen und Frauen.

Nach Angaben der Stiftung Weltbevölkerung leben noch immer mehr als 600 Millionen Frauen in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Straftat eingestuft wird. Noch immer werden jeden Tag 37.000 Mädchen unter 18 Jahren verheiratet – und sind häufig sexueller Gewalt ausgesetzt. "Die Rechte von Mädchen und Frauen dürften nicht länger mit Füßen getreten werden", fordert, Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. "Die Regierungen müssen endlich nachdrücklich gegen die Täter vorgehen und vor allem intensivere Gewaltprävention betreiben."

"Schätzungsweise sieben von zehn Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer von physischer oder sexueller Gewalt – zum Beispiel in Form von Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch oder Genitalverstümmelung", so Bähr. "Gewalt gegen Frauen ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung, die nicht länger hinnehmbar ist. Sie hat nicht nur gravierende Folgen für das Leben der Betroffenen, auch die Entwicklungschancen ganzer Länder werden behindert – etwa durch zusätzliche Gesundheitskosten und geringere Produktivität."

Das Jahr 2015 markiert das Ende der Millenniums-Entwicklungsziele, auf die sich die Weltgemeinschaft im Jahr 2000 geeinigt hat. "Die danach folgende Entwicklungsagenda muss das Problem von sexueller Gewalt deutlicher in den Fokus rücken", forderte CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. "Ohne einen entschlossenen gemeinsamen Kampf gegen sexuelle Gewalt und einen Bewusstseins- und Verhaltenswandel werden wir viele Entwicklungsziele nicht erreichen oder ausbauen können. Weltweit müssen sich die Bilder von Männlichkeit ändern. Dieser Prozess muss Männer aktiv mit einbinden – ob es nun Politiker, Väter, Ehemänner oder Jungen sind."

Die Kindernothilfe fördert mit ihren Partnern in armen Ländern mehr als 32.000 Selbsthilfegruppen, in denen Frauen zu selbstbestimmtem Handeln befähigt werden. Auf diese Weise können sie für sich und ihre Familien den Kreislauf der Armut durchbrechen. Sie schließen sich zusammen, um gemeinsam einen Weg aus der Armut zu finden. Die Frauen sparen zunächst kleinste Beträge für eine ökonomische Basis, erarbeiten aber auch wichtige Lebenskompetenzen, wie etwa das Wissen über Gesundheitsvorsorge, Hygiene oder die Ernährung der Kinder.

"Diese Bildung ändert alles. Die Frauen werden dank der Selbsthilfegruppen selbstbewusster und können im privaten und gesellschaftlichen Bereich ihre und die Rechte ihrer Kinder vertreten", erklärte Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe.

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo unterstützt das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) seit 2011 ein Projekt zur Vergabe von Mikrokrediten. Diese gehen hauptsächlich an Frauen, die Opfer sexueller Gewalt waren, aber auch an Mütter im Jugendalter oder Frauen mit Kindern, die nach einer Vergewaltigung geboren wurden. "Wir wollen ihnen damit die Möglichkeit geben, sich selbständig versorgen zu können", so Difäm-Referentin Gabi Hettler.

In den vergangenen zwei Jahren erhielten 197 Frauen Kredite jeweils zwischen 50 und 100 Dollar: Nachdem die erste Gruppe ihre Kredite nach sechs Monaten abbezahlt hatte, konnten die nächsten Frauen welche aufnehmen. Sobald eine Frau ihre ersten 50 Dollar zurück bezahlt hat, kann sie beim nächsten Mal 100 Dollar bekommen. Von dem Geld mietete eine Frau Avocadobäume und verkauft nun die Ernte, andere wie Makangilu Tunga kaufen günstig Mehl der Maniokwurzel und verkaufen es weiter. Eine Gruppe von Frauen bewirtschaftet ein Gemeinschaftsfeld. Andere Frauen baten darum, statt eines individuellen Mikrokredites eine Mühle zu kaufen. Diese verwalten die Frauen gemeinsam und teilen den Gewinn auf. In zwei Jahren soll der Kredit zurück bezahlt sein.

Die Welthungerhilfe weist aus Anlass des internationalen Frauentags darauf hin, dass Frauen weltweit bei der Bekämpfung von Hunger und Armut eine zentrale Rolle spielen. In den Entwicklungsländern übernähmen die Frauen in allen Bereichen der Landwirtschaft eine wichtige Funktion. Sie seien neben dem Anbau auch für die Vermarktung der Produkte zuständig und übernähmen in extrem schwierigen Situationen nach Katastrophen die Verantwortung für die Familie. Im Alltag müssten die Frauen die Zubereitung von Nahrungsmitteln sowie die gerechte Verteilung in den Familien gewährleisten.

Frauen seien für rund 80 Prozent der Nahrungsmittelproduktion in den Entwicklungsländern verantwortlich, so die Welthungerhilfe. Trotzdem machten sie in den ländlichen Gebieten die Mehrzahl aller Armen aus. "Wir müssen schon auf der kleinsten Ebene, dem individuellen Haushalt, die entscheidende Rolle der Frauen verstehen und dort mit Verbesserungen beginnen", sagte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. "Wissen die Frauen, wie sie das Essen vitaminreich und hygienisch zubereiten? Wie viel und was landet auf ihrem Teller und auf dem der Kinder? Diese kleinen aber existenziellen Fragen sind mit entscheidend, wenn wir den Hunger langfristig besiegen wollen."

Tags: Frauentag
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. März 2013 um 11:25 Uhr
 

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