CBMBensheim/Potsdam (epo). - Mehr als 70 Millionen Kinder und Erwachsene weltweit sind völlig gehörlos oder verfügen nur noch über ein geringes Resthörvermögen. Meningitis, Mittelohrentzündung, bestimmte Antibiotika und Röteln der Mutter während der Schwangerschaft sind die wichtigsten Gründe. Mehr als zwei Drittel der Gehörlosen leben in Entwicklungsländern, so die Christoffel-Blindenmission (CBM) aus Anlass des Welttags der Gehörlosen am 24. September.

Der Welttag macht jedes Jahr Ende September auf die Probleme aufmerksam, mit denen Gehörlose und Hörgeschädigte konfrontiert werden. Bei Kindern beeinträchtigt der Hörverlust die Sprachfähigkeit und die soziale Entwicklung. Bei Erwachsenen wird die Chance, eine Arbeitsstelle zu erhalten und zu sichern, beeinträchtigt. Während ihres gesamten Lebens
sind diese Menschen oft isoliert und stigmatisiert.

In vielen Fällen kann eine rechtzeitige Behandlung den Hörverlust stoppen.
Da aber große Bevölkerungsschichten in Entwicklungsländern keinen Zugang zu medizinisch-vorbeugender Behandlung haben, ist dort die Wahrscheinlichkeit einen Hörverlust zu erleiden, zehn Mal höher als in Industriestaaten.

Mit fast 100.000 behandelten Ohrenpatienten und 30.000 betreuten und geförderten Hörgeschädigten ist die Christoffel-Blindenmission die weltweit größte Hilfsorganisation auf diesem Gebiet. Sie fördert in rund 100 Ländern mehr als 1.000 Projekte zur Blindheitsverhütung und Rehabilitation Blinder wie auch anders Behinderter. Die Organisation hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

? Christoffel-Blindenmission


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