Wirtschaft

euBerlin. - Fast vier Jahre nach der politischen Ankündigung durch den damaligen EU-Handelsminister Karel de Gucht tritt am Donnerstag die Konfliktmineralien-Regulierung der Europäischen Union (EU) in Kraft. Erstmals wird somit in Europa die unternehmerische Sorgfaltspflicht im Rohstoffsektor gesetzlich verankert. Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen begrüßt die Verordnung, kritisiert jedoch, dass sie nur vier Rohstoffe betrifft, bei vielen Unternehmen nicht greift und die Berichterstattung erst ab 2021 verpflichtend ist.

fao logoOslo. - The first Meeting of the Parties to FAO's bold new international treaty aimed at cracking down on illicit fishing opened on Monday in Oslo, as delegates began hammering out ways to make the agreement a success. The Agreement on Port State Measures to Prevent, Deter and Eliminate Illegal, Unreported and Unregulated Fishing (PSMA), which went into force in June 2016, now has 46 parties, counting all 28 members of the European Union as one.

fairtradeBerlin. - Im 25. Jahr seines Bestehens hat der Verein TransFair eine positive Bilanz gezogen. Erstmalig knackten 2016 die Umsätze mit Fairtrade-gesiegelten Produkten in Deutschland die Milliarde. Verbraucher gaben 1,2 Milliarden Euro für Fairtrade aus, ein Plus von 18 Prozent. Von höheren Verkaufsmengen profitieren Kleinbauernorganisationen und Beschäftigte auf Plantagen: Sie erwirtschafteten zusätzlich zum Verkaufserlös der Rohstoffe 21 Millionen Euro Fairtrade-Prämien, 31 Prozent mehr als im Vorjahr.

studie handel mexikoBerlin. - Anlässlich der am Freitag beginnenden Mexikoreise von Außenminister Sigmar Gabriel haben die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) an die Bundesregierung appelliert, sich für eine Unterbrechung der Neuverhandlung des EU-Handelsabkommens mit Mexiko stark zu machen. Vor einer Fortsetzung der Verhandlungen fordern sie eine umfassende menschenrechtliche, soziale und ökologische Folgenabschätzung und eine Überarbeitung des bisherigen Verhandlungsmandats der EU. In einer gemeinsamen Studie kommen die drei Organisationen zu dem Ergebnis, dass die jetzt geplante Verschärfung der handelspolitischen Verpflichtungen im Bereich der Investitionen, des geistigen Eigentums oder der Energie die Konflikte und die soziale Krise in Mexiko weiter verschärfen würde.

germanwatchBerlin. - Weltweit wird eine doppelt so große Menge an Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt wie zur Behandlung von Krankheiten bei Menschen. Studien prognostizieren einen weltweiten Anstieg des Verbrauchs von Veterinärantibiotika um 67 Prozent bis zum Jahr 2030. Anlässlich des am Freitag beginnenden G20-Gesundheitsministertreffens sieht die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch deshalb die Regierungen der G20-Staaten in der Pflicht, energisch gegen die Ursachen für den wachsenden Antibiotikaeinsatz in Tierhaltungen vorzugehen. Jede Antibiotikagabe im Stall vergrößere das Risiko, dass sich antibiotikaresistente Keime bilden. Diese stellen auch für Menschen ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar.

cleanclothescampaign schuhe

Wien. - 23 Milliarden Paar Schuhe werden weltweit pro Jahr produziert. Die Österreicher kaufen davon jährlich durchschnittlich sechs Paar. Woher kommen diese Schuhe? Wie wurden sie hergestellt? "Am Schuh oder auf der Schuhverpackung sucht man vergeblich nach Informationen über Produktions- und Arbeitsbedingungen", kritisierte Gertrude Klaffenböck von Clean Clothes. Mit der Forderung nach mehr Transparenz in der Schuhindustrie ist am Dienstag eine neue europaweite Kampagne gestartet.

public eye logoZürich. - Vertrauliche Dokumente zeigen nach Angaben von Public Eye (ehemals Erklärung von Bern), dass die Schweiz Atrazin und Paraquat in Entwicklungsländer exportiert, obwohl die von Syngenta produzierten Herbizide aufgrund ihres hohen Giftgehalts in der Schweiz verboten sind. Die nichtstaatliche Organisation fordert von den Schweizer Behörden, "dass sie dieser Doppelmoral ein Ende setzen und die im Rahmen der Basler Konvention eingegangenen Verpflichtungen erfüllen". Dazu wurde auch eine parlamentarische Interpellation eingereicht.

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