PIKPotsdam. - Eine schnelle Reduktion der Treibhausgasemissionen ist notwendig, wenn Regierungen sowohl die Kosten der Klimastabilisierung begrenzen wollen – als auch die Menge des CO2 möglichst klein halten wollen, das mit viel technischem Aufwand nachträglich aus der Atmosphäre wieder herausgeholt werden soll. Dazu müssten die Emissionen im Jahr 2030 mindestens 20 Prozent unter dem liegen, was die Länder im Rahmen des Pariser Klimaabkommens zugesagt haben. Das hat eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ergeben.

pro wildlifeMünchen. - 16 Tier-, Natur- und Artenschutzverbände haben die neue Bundesregierung aufgefordert, die Haltung und den Handel von Wildtieren strenger zu reglementieren. Bisher sei der Markt weitgehend unreguliert, es bestehe dringender Handlungsbedarf, erklärten die Verbände. Auf Exotenbörsen und im Internet würden tausende Arten gehandelt.

nefoLeipzig. - Die durch menschliche Aktivitäten verursachte Verschlechterung der Ökosysteme, unter anderem des Bodens, untergräbt das Wohlergehen von zwei Fünfteln der Menschheit, treibt das Artensterben voran und verstärkt den Klimawandel. Das stellt der neue Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES zu Landdegradierung und -wiederherstellung fest. Laut der weltweit ersten umfassenden evidenzbasierten Bewertung der Landdegradierung trägt diese auch wesentlich zu unfreiwilliger Migration und verstärkten Konflikten bei. Das hat das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo) in Leipzig mitgeteilt.

aktion hungerBerlin. - Noch immer haben 844 Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu trinkbarem Wasser. Und 2,3 Milliarden verfügten 2015 nicht einmal über einfachste sanitäre Einrichtungen. Vor allem Kinderleben sind dadurch gefährdet: Alle zwei Minuten stirbt ein Säugling an den Folgen von fehlender Hygiene und schmutzigem Wasser. Darauf hat die humanitäre und entwicklungspolitische Organisation Aktion gegen den Hunger anlässlich des Weltwassertages am 22. März hingewiesen.

tdh Osnabrück. - Verunreinigtes Wasser ist eine der Hauptursachen für den Tod von Kindern: Jeden Tag sterben über 1.500 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die durch den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen verhindert werden könnten. Keine andere Altersgruppe ist anfälliger. Darauf hat das Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des Weltwassertages am 22. März hingewiesen.

aerzte ohne grenzenBerlin. - Zwei Jahre nach dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgehandelten EU-Türkei-Deal herrschen in den überfüllten EU-Hotspots für Asylsuchende auf den griechischen Inseln sehr schlechte Lebensbedingungen und Gewalt. Trotzdem steigt die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge, allein in den ersten beiden Märzwochen kamen 589 Menschen neu auf den Inseln an. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sieht den EU-Türkei-Deal aus humanitärer Perspektive deshalb als gescheitert an.

Nürnberg. - Fünf Jahre lang haben drei von Jesuiten getragene Institutionen zum Thema Steuergerechtigkeit und Armut in Deutschland, Kenia und Sambia geforscht. Am Montag haben sie die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Steuergerechtigkeit und Armut" veröffentlicht. Demnach gibt es überraschende Parallelen in den drei sehr verschiedenen Ländern. Das deutsch-afrikanische Forschungsprojekt betont insbesondere die Zusammenhänge von unerlaubten und illegalen Finanzströmen und wachsender Armut. 

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