Weltpolitik

Berlin. - Die breite Mehrheit der Bevölkerung möchte, dass Deutschland den internationalen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterzeichnet. Dieser wird am 20. September von UN-Generalsekretär António Guterres feierlich zur Unterschrift freigegeben. 71 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass die künftige Bundesregierung dem Abkommen beitreten sollte. Nur 14 Prozent sind dagegen, 15 Prozent haben keine Meinung. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). 

unesco deBonn. - 750 Millionen Erwachsene weltweit sind Analphabeten, davon 63 Prozent Frauen und fast 14 Prozent junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Darauf hat die UNESCO anlässlich des Welttags der Alphabetisierung am 8. September unter dem Motto "Alphabetisierung in einer digitalen Welt" aufmerksam gemacht.

attac Frankfurt. - Rund tausend Teilnehmer aus allen Teilen Europas werden zur vierten Sommeruniversität des globalisierungskritischen Netzwerks Attac vom 23. bis zum 27. August in Toulouse erwartet, um gemeinsam Alternativen für ein anderes Europa zu entwickeln. In fast 100 Workshops, Seminaren und großen Diskussionsforen steht das ganze Themenspektrum der sozialen Bewegungen und ihrer globalisierungskritischen Netzwerke zum Lernen und Mitmachen auf dem Programm. ReferentInnen aus Asien und Afrika sollen den Blick auf die globalen Machtverschiebungen richten.

logo erlassjahr Düsseldorf. - Anlässlich des 35. Jahrestags der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit Mexikos am 12. August 1982 hat das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de am Freitag vor einer Wiederholung der sogenannten "Schuldenkrise der Dritten Welt" gewarnt. Die internationale Gemeinschaft müsse endlich ein geordnetes Staateninsolvenzverfahren schaffen, fordert die Entschuldungsinitiative.

Berlin. - Die deutsche Sektion der Ärzteorganisation IPPNW hat die Bundesregierung aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um den täglich weiter eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu entschärfen. Es drohe sogar der Einsatz von Atomwaffen. Beide Seiten müssten mit ihrer Kriegsrhetorik aufhören und miteinander über Deeskalationsmaßnahmen reden, erklärte die Organisation. 

tdh Osnabrück. - Das Kinderhilfswerk terre des hommes startet zur Bundestagswahl eine Kampagne gegen Waffenexporte aus Deutschland. Die Steigerung bei der Ausfuhr von Kleinwaffen um fast 50 Prozent sei ein politischer Skandal, gerade mit Blick auf Kindersoldaten, erklärte terre des hommes-Vorstandssprecher Jörg Angerstein am Montag in Osnabrück.

Berlin. - Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat die Bundesregierung aufgefordert, die Lieferung von U-Booten an Israel zu stoppen. Experten zufolge können diese U-Boote mit Marschflugkörpern und nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden. "Es ist ein verheerendes politisches Signal, wenn Deutschland kurz nach der historischen Verabschiedung eines UN-Vertrags zum Atomwaffenverbot einen Atomwaffenstaat bei der atomaren Aufrüstung unterstützt", erklärte der IPPNW-Vorsitzende Alex Rosen.

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