Medien und Entwicklung

aaBerlin. - Das Auswärtige Amt und die Deutsche Welle haben sich darauf verständigt, einen neuen multimedialen Fremdsprachendienst einzurichten, um die internationale Berichterstattung über Deutschland im Ausland zu fördern. Die Nachrichtenagentur dpa werde hierzu Inhalte beisteuern, das Auswärtige Amt fördere das Projekt finanziell, teilte das Auswärtige Amt am Montag in Berlin mit.

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Genf. - Der UN-Informationsdienst IRIN (Integrated Regional Information Networks), der speziell für die Berichterstattung über medial vernachlässigte Gebiete wie die Subsahara und Zentralasien 1994 vom Büro des Nothilfe-Koordinators (OCHA) der Vereinten Nationen gegründet wurde, geht künftig eigene Wege. Der Informationsdienst will künftig "unabhängige Non-Profit-News" machen und die "Inside-Stories" humanitärer Krisen liefern.

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Berlin. - Journalisten müssen immer öfter damit rechnen, bei ihrer Arbeit entführt zu werden. Im zu Ende gehenden Jahr hat die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) weltweit 119 Entführungen von Journalisten gezählt – 37 Prozent mehr als 2013, als diese Zahl schon einmal deutlich gestiegen war. Das geht aus der heute veröffentlichten Jahresbilanz der Pressefreiheit 2014 hervor. Mehr als verdoppelt hat sich die Gesamtzahl der Journalisten (139) und Bürgerjournalisten (20), die vor Drohungen, Gewalt oder staatlichen Repressalien ins Ausland fliehen mussten. 66 Journalisten und damit etwas weniger als 2013 wurden wegen ihrer Arbeit getötet, ebenso 19 Bürgerjournalisten und elf Medienmitarbeiter.

djvBerlin. - Mit Bestürzung hat der Deutsche Journalisten- Verband auf die jüngsten Zahlen getöteter Journalisten reagiert, die das International News Safety Institute (INSI) am Dienstag veröffentlicht hat. Danach verloren im vergangenen Jahr 134 Journalisten und Medienmitarbeiter in 29 Ländern ihr Leben.

rog logo neuBerlin. - Reporter ohne Grenzen (ROG) hat am Mittwoch die aktuelle "Rangliste der Pressefreiheit" veröffentlicht. Die ROG-Rangliste der Pressefreiheit vergleicht die Situation der Medien in 180 Staaten und Regionen (bis 15. Oktober 2013). An der Spitze der Rangliste stehen europäische Länder, Schlusslichter sind wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Das Ranking demonstriere aber, wie stark die Dominanz der Sicherheitsbehörden die Arbeit von Journalisten in vielen Ländern erschwert, betonte ROG. Besonders besorgniserregend sei, "dass diese Entwicklung sogar traditionelle Demokratien erfasst hat".

uni fr 100Freiburg. - Die Länder des Südens, so ein gängiges Klischee, sind in den meisten Massenmedien unterrepräsentiert und fast nur als Schauplatz von Bürgerkriegen oder Naturkatastrophen - oder als vermeintliche "Urlaubsparadiese" - präsent. Internationale Nachrichtensender wie CNN, BBC oder Al-Jazeera gelten vielen hingegen als Garanten einer globalen Perspektive auf das Zeitgeschehen. Wie der Freiburger Politologe Benedikt Strunz herausgefunden hat, legen jedoch auch diese Sender in ihren täglich ausgestrahlten Nachrichtenformaten einen deutlichen Fokus auf ihr Herkunftsland. Afrikanische, südamerikanische und osteuropäische Länder dagegen bleiben stark unterrepräsentiert.

ScreenshotBerlin. - In einem offenen Brief haben 22 nichtstaatliche Organisationen aus dem Arbeitsfeld Entwicklung den TV-Sender Pro7 dazu aufgefordert, die Ausstrahlung der Sendung "Reality Queens auf Safari" mit sofortiger Wirkung zu stoppen. Das Format der Sendung "verstärkt allgemeinverbreitete Stereotype gegenüber dem ostafrikanischen Land Tansania, schürt gängige Vorurteile und stellt die Menschen des Landes in einer rassistischen und diskriminierenden Form dar", heißt es in einer Erklärung der NGOs.

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