Artenschutz

Berlin. - Ein Forscherteam aus Brüssel, München und Braunschweig hat die bisher größte Barcoding-Studie an Reptilien vorgestellt. Die Biologen verglichen die Gensequenzen von rund 250 Reptilienarten aus den verschiedensten Regionen Madagaskars und identifizierten dabei über 40 neue Arten von Schlangen, Geckos und anderen Echsen. Bisher sind knapp 400 Reptilienarten von dieser ostafrikanischen Insel bekannt, die für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt berühmt ist.
helmholtz_100Leipzig. - Mehr als 250 Experten aus aller Welt werden vom 19. bis 22. März in Leipzig über den ökonomischen Nutzen von biologischer Vielfalt diskutieren. Die internationale Konferenz mit dem Titel "TEEB Conference 2012 - Mainstreaming the Economics of Nature: Challenges for Science and Implementation" findet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) statt, das einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist. Die Teilnehmer beraten vier Tage lang über neue Wege und innovative Ansätze im Natur- und Umweltschutz.
pro_wildlifeMünchen. - Der Tag des Artenschutzes am 3. März erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (WA, englisch CITES) im Jahr 1973. Die Artenschutz-Organisation Pro Wildlife warnt an diesem Tag davor, dass fragwürdige Ausnahmen und ein schwacher Vollzug des Artenschutzes die Errungenschaften des Abkommens schwächen. Sorgen bereitet den Artenschützern vor allem die eskalierende Wilderei auf Nashörner und Elefanten.
www_iconBerlin. - Ein Drittel der wissenschaftlich untersuchten Tier- und Pflanzenarten ist in ihrer Existenz bedroht. Darauf hat die Umweltorganisation WWF anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes am 3. März hingewiesen. Von den bekannten rund 1,7 Millionen Tier- und Pflanzenarten weiß man nach WWF-Angaben nur von etwa 60.000 Arten genug, um sie auf der Roten Liste überhaupt in eine Gefährdungsstufe einordnen zu können. Von diesen untersuchten Arten gelten rund 20.000 als gefährdet oder gar akut vom Aussterben bedroht.
www_iconBerlin. - Die Wilderei-Krise in Afrika spitzt sich nach Ansicht des World Wildlife Fund (WWF) weiter zu. Allein in Südafrika seien im Jahr 2011 nach nach offiziellen Angaben 448 Nashörnern illegal getötet worden, darunter 19 der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner, berichtete der WWF am Freitag in Berlin. Mehr als die Hälfte der Abschüsse ereignete sich nach WWF-Informationen in dem weltweit bekannten Krüger-Nationalpark.
gerps_mausmaki_tiho_hannover_100Hannover. - Ein madagassisch-deutsches Forscherteam hat in dem bisher unerforschten Waldgebiet Sahafina im Osten Madagaskars eine neue Primatenart entdeckt. Der Name der neuen Art lautet "Gerp's Mausmaki" (Microcebus gerpi) – benannt nach der madagassischen Forschungsvereinigung GERP (Groupe d’Étude et de Recherche sur les Primates de Madagascar). Gerp's Mausmaki ist eine bisher nicht bekannte Art der kleinen nachtaktiven Lemuren.
www_iconBerlin. - Die Umweltstiftung WWF hat unter Artenschutz-Gesichtspunkten eine zweischneidige Jahresbilanz gezogen. Während sich die Lage von Nashorn, Stör, Irawadi-Delphin und Grauwal 2011 weiter verschlechtert habe, könnten Europäischer Luchs, Berggorilla und Przewalski-Wildpferd etwas optimistischer in die Zukunft blicken, erklärte der WWF am Montag in Berlin.
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