Kinderarbeit wird nur weniger ...
wenn Maßnahmen getroffen werden, die
bei den Ursachen ansetzen, nicht nur an den Symptomen.
Armutsbekämpfung, Grundbildung
und berufliche Bildung sind Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit,
die zur Vermeidung von Kinderarbeit beitragen. Aber auch für die, die sich bereits im
Teufelskreis befinden, muß etwas getan werden. Das Internationale Programm zur
Abschaffung der Kinderarbeit (IPEC), das von der ILO durchgeführt wird, ist ein
solches Vorhaben. IPEC will zum einen
die Regierungen in den Ländern mit Kinderarbeit in die Lage versetzen, nationale
Programme zur Bekämpfung der Kinderarbeit sowie zum Schutz arbeitender Kinder
aufzustellen und umzusetzen. IPEC will zum andern bei den Menschen dieser Länder
Bewußtseinsbildung über Ausbreitung und Folgen von Kinderarbeit betreiben,
Kinderschutzrechte durch Schulung von Arbeitsinspektoren durchsetzen, Bildungsangebote
für Kinderarbeiter schaffen und Ausgleichsmaßnahmen für Familien anbieten, wenn
ihre Kinder nicht mehr zum Einkommen beitragen.
Auch nichtstaatliche Organisationen wie zum Beispiel die Salesianer Don Boscos und
Don Bosco JUGEND DRITTE WELT leisten wesentliche Hilfe bei dieser Arbeit. Die
Salesianer Don Boscos unterhalten weltweit mehr als 500 Berufsbildungszentren und
Landwirtschaftsschulen.