ai orgBerlin. - Seit Januar 2014 sind in der Provinz Aleppo mehr als 3000 Zivilisten durch Fassbomben der syrischen Luftwaffe getötet worden. Mindestens 600 Zivilisten starben durch Angriffe mit Mörsern und improvisierten Raketen durch bewaffnete Oppositionsgruppen. Das belegt der heute erschienene Amnesty-Bericht "Death everywhere': War crimes and human rights abuses in Aleppo". Der syrische Präsident Assad bestreitet bis heute, dass die Luftwaffe jemals Fassbomben eingesetzt hat.

Die syrische Luftwaffe bombardiert auch zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen, Moscheen und öffentliche Plätze. Viele Schulen und Krankenhäuser wurden daher in Bunker und Keller verlegt, um den wahllosen Bombardierungen zu entgehen.

Durch die Fassbomben kamen in Aleppo allein im April dieses Jahres mindestens 110 Menschen ums Leben. In ganz Syrien haben die Fassbomben der syrischen Luftwaffe seit Anfang 2012 mehr als 11.000 Zivilisten das Leben gekostet. Das Ausmaß, die Intensität und die Dauer der Angriffe der syrischen Armee gegen die Zivilbevölkerung in den Gebieten, die unter Kontrolle der bewaffneten Oppositionsgruppen sind, deutet darauf hin, dass es sich um eine kollektive Bestrafung handelt. Eine solche kollektive Bestrafung ist ein Kriegsverbrechen.

Amnesty International wirft den bewaffneten Oppositionsgruppen und der syrischen Regierung erneut vor, während des Krieges schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zu begehen, die teilweise als Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen sind.

=> Bericht: "Death everywhere': War crimes and human rights abuses in Aleppo"

Quelle: amnesty.de


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