un womenBonn. - Die Frauenrechtsorganisation der Vereinten Nationen, UN Women, ist für ihre Arbeit in Ostafrika ausgezeichnet worden. Der Preis in Höhe von 10.000 Euro wurde angeregt und finanziert durch die Stiftung Apfelbaum und wurde im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung des Deutschen Komitees für UN Women mit der Stadt Bonn übergeben.

In Ostafrika finden Frauenrechte bei regionalen Friedensgesprächen sowie konfliktlösungs-und friedensschaffenden Prozessen noch immer viel zu wenig Beachtung, so das Deutsche Komitee für UN Women. Dabei seien Frauen und Kinder von den Konflikten besonders betroffen. Ihnen fehle häufig der Zugang zu Nahrungsmitteln, Ausbildung, Gesundheit und rechtlichem Beistand. Sexuelle Gewalt werde als Kriegswaffe gegen Frauen und Mädchen eingesetzt. Auch in den Flüchtlingscamps lebten Frauen häufig in großer Unsicherheit und Gefahr. UN Women wolle das ändern und unterstütze die Frauen in der Region.

Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Nationales Komitee Deutschland, betonte bei der Preisverleihung am Mittwoch in Bonn die Wichtigkeit der Beteiligung von Frauen an Friedensverhandlungen. "Die Frauen müssen die Zukunft mitgestalten können und damit nachhaltigen Frieden sichern", so Nordmeyer.

Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, sagte: "Frauen brauchen besonderen Schutz vor Gewalt in bewaffneten Konflikten. Die Versklavung, Zwangsverheiratung und Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen durch die islamistische Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria zeigen eindringlich, dass die Schändung von Frauen vielerorts geradezu machtpolitische Routine ist."

Die Arbeit von UN Women wurde durch Jebbeh Forster aus dem UN Women Regionalbüro in Ostafrika vorgestellt. "Frauen werden noch immer von vielen Friedensverhandlungen ausgeschlossen, obwohl ihre aktive Teilnahme an Friedensprozessen erforderlich ist, um nachhaltigen Frieden zu erzielen", sagte Forster. UN Women unterstütze daher die Frauen in der Region. Frauen würden zu Mediatorinnen ausgebildet, sie erhielten Rechtsberatung und ihre Teilhabe an Friedensgesprächen werde gestärkt. Hierzu arbeite UN Women eng mit den Regierungen zusammen, um Reformen der regionalen Sicherheitspolitik anzuregen, die den Schutz von Frauen vor häuslicher, sexueller und geschlechtsbasierter Gewalt verbessern sollen.

UN Women wurde 2011 von den Vereinten Nationen in New York gegründet und setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauenrechten weltweit ein. Das Nationale Komitee Deutschland e.V. von UN Women vertritt die Interessen von UN Women bei den Gremien der Bundesrepublik Deutschland und bei anderen internationalen Organisationen. Zudem unterstützt das Deutsche Komitee die Arbeit der UN-Behörde auf nationaler Ebene mit Öffentlichkeitsarbeit und mit Fundraising-Aktivitäten.

Quelle: www.unwomen.de 


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