amerika 21Quito. - In einer gemeinsamen Mitteilung haben die Guerrillagruppe Armee der Nationalen Befreiung (ELN) und Kolumbiens Regierung einen neuen Termin für den Beginn offizieller Friedensverhandlungen bekanntgegeben. Das hat amerika21 am Freitag berichtet. Im Rahmen von Vorabgesprächen, die im Januar in Ecuadors Hauptstadt Quito stattfanden, konnten beide Parteien sich auf den 7. Februar als Verhandlungsbeginn einigen.

Bereits im März vergangenen Jahres war die Agenda der Friedensgespräche bekanntgegeben worden, die Verhandlungen im Mai von Präsident Santos jedoch zurückgestellt, bis die ELN alle Gefangenen freigelassen haben würde. Die Guerilla wiederum hatte einen bilateralen Waffenstillstand gefordert. Zuletzt war man von einem Beginn der Verhandlungen im Oktober ausgegangen, doch hatte man sich bisher weder auf die Freilassung Sánchez noch auf die Begnadigung der ELN-Mitglieder einigen können.

Nach mehr als 50 Jahren des bewaffneten Konflikts in Kolumbien scheinen die Weichen zur Umsetzung der Agenda nun gestellt zu sein. Diese beinhaltet die Punkte Partizipation der Zivilgesellschaft, Demokratie, sozialer Wandel, Anerkennung der Opfer, Ende des bewaffneten Konflikts und Umsetzung des Friedensabkommens. Die Verhandlungen werden in Ecuador stattfinden, begleitet von den Garantiestaaten Venezuela, Norwegen, Kuba, Chile und Brasilien.

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Quelle: amerika21.de


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