uno fluechtlingshilfeBonn. - Die UNO-Flüchtlingshilfe startet am 2. März ihre neue Kampagne "Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz. Jeder Schritt zählt." Sie ruft Menschen dazu auf, durch Laufen, Joggen oder Radfahren Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen. Damit will die UNO-Flüchtlingshilfe auf die enormen Anstrengungen aufmerksam machen, die Flüchtlinge auf sich nehmen, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen.

Startschuss für die Kampagne ist ein Statement des Fußball-Nationalspielers Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen beim Bundesliga-Heimspiel am 2. März gegen den SC Freiburg. Auch international erfährt die Kampagne Zuspruch: Ben Stiller, Sonderbotschafter des UNHCR, ruft in einem Spot ebenfalls zur Teilnahme auf.

Die Kampagne "Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz" soll eine globale Bewegung anstoßen und wird vom UNHCR und seinen nationalen Partnern, wie der UNO-Flüchtlingshilfe, durchgeführt. Am Ende des Jahres soll die Strecke von insgesamt zwei Milliarden Kilometern gemeinsam bewältigt worden sein.

"Millionen von Menschen legen Abermillionen von Kilometern zurück. Es wird Zeit, diesen Kilometern eine Bedeutung zu geben", fasste Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, den Kern der Kampagne zusammen.

"Familien, die wegen Gewalt und Verfolgung zur Flucht gezwungen sind, unternehmen außerordentliche Anstrengungen, um zu überleben", sagte UNHCR-Sonderbotschafter Ben Stiller. "Sie rennen um ihr Leben für ein sicheres Dach über dem Kopf und einen Ort, an dem sie nicht in Angst leben müssen. Deswegen unterstütze ich Flüchtlinge und nehme an der Kampagne 'Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz' teil. Und ich bitte alle, sich mir anzuschließen."

Ebenso bezieht auch Leverkusens Mittelfeldakteur und Nationalspieler Kai Havertz symbolisch für Bundesligist Bayer 04 mit einem Video Stellung zu der Aktion: "Gemeinsam mit der UNO-Flüchtlingshilfe setzen wir ein Zeichen für Menschen auf der Flucht. Zeigt eure Solidarität mit diesen Menschen und werdet Teil der Kampagne 'Zwei Milliarden Kilometer Richtung Schutz'!"

Die Kampagne will weltweit Menschen vor Augen führen, wie viele Kilometer Menschen auf ihrer Flucht hinter sich bringen müssen. "Flüchtlinge sind nicht nur oft hunderte Kilometer unterwegs, um ihre Familien in Sicherheit zu bringen. Sie fliehen unter großer Gefahr und unter widrigsten Bedingungen. Ihr Mut, ihre Widerstandkraft und der Willen, das eigene Leben in wieder in die Hand zu nehmen, werden durch diese Kampagne gewürdigt", sagte Dominik Bartsch, UNHCR-Repräsentant in Deutschland.

Der UNHCR hat errechnet, dass Geflüchtete jährlich insgesamt etwa zwei Milliarden Kilometer zurücklegen, ehe sie in Sicherheit sind. So reisten syrische Flüchtlinge 2016 mehr als 240 Kilometer bis in die Türkei. Südsudanesische Flüchtlinge legten mehr als 640 Kilometer zurück, um Kenia zu erreichen und Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar mussten etwa 80 Kilometer bis nach Bangladesch bewältigen.

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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