misereorAachen. - Angesichts der weiterhin verheerenden Situation infolge des Zyklons Idai in Mosambik, Simbabwe und Malawi hat MISEREOR seine Hilfe verdoppelt und weitere 50.000 Euro für die betroffenen Menschen zur Verfügung gestellt. Das Werk für Entwicklungszusammenarbeit stellt sich auf langfristige Aufbau- und Versorgungshilfe ein.

Das Ausmaß der Zerstörung werde erst jetzt, rund einen Monat nach der Katastrophe, richtig sichtbar, berichtete MISEREOR am Donnerstag in Aachen. Noch immer seien einzelne Regionen in den drei Ländern von schweren Zerstörungen und Überflutungen betroffen. Die Zahl der Todesopfer insgesamt sei wegen der anhaltenden katastrophalen Bedingungen in den genannten Ländern noch unklar, übersteigt aber zum jetzigen Zeitpunkt schon 1000 Menschen. Unzählige weitere seien verletzt und traumatisiert, viele würden noch immer vermisst.

"Insgesamt sind in den drei Ländern mehrere Millionen Menschen von den Folgen des Zyklons betroffen. Das ist für die Menschen eine Katastrophe mit enormen Ausmaßen", erklärte MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Infrastruktur, Krankenhäuser, Schulen und viele Wohnhäuser wurden zerstört oder ganz vernichtet.

"Was für die weitere Versorgungslage der sehr armen Bevölkerung besonders dramatisch ist: Rund 80 Prozent der Ernten wurde zerstört und aufgrund der schlechten Hygienesituation und Trinkwasserversorgung sind Seuchen wie Cholera ausgebrochen", sagte Spiegel. "Wir danken für die großzügige Hilfe vieler Spenderinnen und Spender und bitten darum, dass sie uns bei der schwierigen und sicher noch lange dauernden Bewältigung der Folgen des Zyklons weiter unterstützen und damit den Betroffenen vor Ort Zeichen der Hoffnung sind."

Im Fokus steht aktuell noch die akute Nothilfe der einheimischen MISEREOR- Partnerorganisationen, wie Caritas Mutare/Simbabwe und Caritas Mosambik. Sie versorgen die Menschen mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Kleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln. Gleichzeitig haben die Partnerorganisationen mit der Planung der Verteilung von Saatgut und dem Wiederaufbau der Wasserversorgung begonnen, um eine längerfristige Hungerkrise zu vermeiden. Auch werden die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Unterkünfte und Wasseraufbereitungsanlagen unterstützt. Die MISEREOR-Partnerorganisation Youth Alive Mutare bietet Betroffenen psychosoziale Begleitung und Betreuung an.

Quelle: www.misereor.de 


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