careBonn. - Knapp sechs Wochen nachdem Zyklon Idai große Zerstörung in Mosambik anrichtete, hat die internationale Hilfsorganisation CARE vor einem weiteren Sturm im Indischen Ozean gewarnt. Der Tropensturm "Kenneth" bewegt sich aktuell auf die Küste Mosambiks zu und könnte mindestens 700.000 Menschen in Gefahr bringen.

Laut Wetterdiensten könnte der tropische Sturm "Kenneth" in den nächsten Tagen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern auf Mosambik, die Komoren und Tansania treffen. Heftige Regenfälle und Überschwemmungen sind zu erwarten, sollte der Sturm nicht an Stärke verlieren. Dabei hatte die Region im Südosten Afrikas kaum Zeit, die Folgen von Zyklon Idai zu bewältigen. Idai hatte vor sechs Wochen über 1.000 Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi das Leben gekostet.

"Mindestens 700.000 Menschen befinden sich in Gefahr, sollte der Sturm wie vorhergesagt am Donnerstag auf Cabo Delgado, den Norden Mosambiks, treffen", berichtete Ninja Taprogge, die vor wenigen Tagen aus Mosambik zurückgekehrt ist und dort Teil des CARE-Nothilfeteams war. "Einer der Staudämme in der Region ist bereits nahezu ausgelastet. Flüsse könnten über ihre Ufer treten und Hochwasser auslösen. Das würde Helfer erneut vor große logistische Herausforderungen stellen."

Ninja Taprogge betonte: "Es wäre eine doppelte Katastrophe. Die für Zyklon Idai bereitgestellten Hilfsgelder reichen jetzt schon kaum aus. Unsere Teams vor Ort arbeiten bereits am Rande ihrer Kapazitäten. Für die Folgen eines zweiten Sturms sind schlichtweg nicht genügend Ressourcen verfügbar."

Trotzdem seien Helfer bereits im Norden des Landes eingetroffen, um im Fall von massiven Schäden sofort lebensrettende Hilfe leisten zu können. "Wir haben noch einige Hilfsgüter gelagert, aber die Bestände sind nicht mehr groß", berichtete CARE-Helferin Taprogge.

Quelle: www.care.de 


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