Abfackelung von Erdgas. Foto: WMCLagos/Berlin (epo.de). - Nigeria könnte mit Investitionen in "grüne" Energieprojekte pro Jahr rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen und 1,25 Milliarden US-Dollar aus dem Emissionshandel einnehmen. Weltbank-Experten zufolge verfügt der ölreiche Staaten über rund 750 Möglichkeiten, im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) in saubere Technologien zu investieren und dafür Emissionsrechte an "schmutzige" Unternehmen in Industriestaaten abzutreten.

Nigerianischen Zeitungen berichteten am Montag über das Potenzial umweltfreundlicher Energiegewinnung in Subsahara-Afrika, das von dem in den USA lebenden nigerianischen Experten Felix Dayo in Lagos vorgestellt wurde. Dayo sprach auf eine Wirtschaftsforum zum Klimawandel, das vom International Centre for Energy, Environment and Development (ICEED), dem Nigeria Climate Action Network und den NGOs "Coalitions for Change" und "Nigerian Conservation Foundation" veranstaltet wurde. Ein von ihm mitverfasstes Weltbank-Arbeitspapier hatte Ende 2008 ein großes Potenzial aufgezeigt.

Demnach könnten Investoren beispielsweise vier Millionen Tonnen CO2 einsparen, die allein in den Öl- und Gasförderprojekten Kwale und Ovade Ogharefe durch Abfackeln emittiert werden. Auch bei der Produktion von Holzkohle gebe es beträchtliche Einsparmöglichkeiten. Dayo zufolge könnten die CDM-Projekte die Probleme der Energiesicherheit in Nigeria lösen, technologischen Fortschritt bringen und gleichzeitig die Einnahmen des Staates erhöhen.

Bei einem derzeitigen Marktpreis pro eingesparter Tonne CO2-Äquivalent von 12,5 US-Dollar könnten sich die Einnahmen auf 1,25 Mrd. Dollar pro Jahr summieren. Ein Teil der vorgeschlagenen Projekte sind nach einem Bericht der Zeitung "This Day online" bereits im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als CDM-Projekte anerkannt. Die Investitionen in saubere Technologien könnten sich dem "Guardian" zufolge auf 18 Mrd. Dollar belaufen.



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