Menschenrechte

rog logo neuBerlin. - Reporter ohne Grenzen (ROG) ist beunruhigt über das verschärfte Vorgehen Bahrains gegen Bloggerinnen und Blogger im Exil. Die Regierung des Golf-Emirats drohe neuerdings allen Internetnutzerinnen und -nutzern im Land mit Strafverfolgung, die regierungskritischen Kanälen in sozialen Medien wie Twitter folgen. Zugleich beschuldige sie einen in Deutschland im Exil lebenden Blogger, er sei ein führender Kopf eines vermeintlichen Netzwerks von Twitter-Accounts, das mit Falschmeldungen systematisch dem Ruf des Landes schaden sowie Unfrieden und Spaltung in die bahrainische Gesellschaft tragen wolle.

gfbvGöttingen. - Nach dem gewaltsamen Tod von 130 Menschen bei der blutigen Niederschlagung von Protesten im Sudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen den in dem Land herrschenden Militärrat verlangt. Der Vorsitzende des Militärrates Abdel Fattah Abdelrahman Burhan und sein Stellvertreter Mohamed Hamdan "Hemeti" Dagolo müssten mit Finanz- und Reise-Sanktionen belegt werden, denn Massaker an friedlichen Demonstranten dürften nicht ungesühnt bleiben, forderte die Menschenrechtsorganisation.

brot fdwBerlin. - Zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit (12. Juni) haben Brot für die Welt und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gemeinsam den Online-Appell "Menschenrechte verwirklichen: Beenden wir ausbeuterische Kinderarbeit!" gestartet. "Kinderarbeit ist ein Skandal. Dass wir durch den Kauf von Produkten ungefragt und ungewollt daran mitwirken, ebenso. Wir haben es in der Hand, dem endlich ein Ende zu setzen", erklärte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt.

inkota 200Berlin. - Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit (12. Juni) hat die Entwicklungsorganisation INKOTA die Bundesregierung aufgefordert, Unternehmen gesetzlich zur Einhaltung der Menschenrechte in ihren Auslandsgeschäften zu verpflichten. Noch immer müssten rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen in Westafrika arbeiten. Dabei habe sich die Schokoladenindustrie selbst zum Ziel gesetzt, die Kinderarbeit bis 2020 um 70 Prozent zu reduzieren.

worldvisionBerlin. - In Anwesenheit der Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für Kinder und bewaffnete Konflikte, Virginia Gamba, hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision fast 19.000 Unterschriften gegen den Einsatz von Kindersoldaten an Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) übergeben. Noch immer werden Tausende Kinder von Milizen, aber auch von Armeen als Soldaten missbraucht, beispielsweise in Somalia, der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, Südsudan oder Syrien.

ai orgBerlin. - Vor 30 Jahren starben auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" in Beijing Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Demonstrierende, als die chinesische Regierung den friedlichen Protest brutal niederschlug. Manche Freiheiten seien seit den Tiananmen-Protesten ausgeweitet worden, es gebe aber weiterhin schwere Menschenrechtsverletzungen in dem Land, erklärte Dirk Pleiter, China-Experte bei Amnesty International Deutschland. In den letzten Jahren sei eine deutliche Verschlechterung der Lage festzustellen.

ai orgBerlin. - Amnesty International hat neue Erkenntnisse darüber veröffentlicht, dass das myanmarische Militär im Bundesstaat Rakhine seit Januar 2019 erneut Kriegsverbrechen und andere Menschenrechtsverletzungen begeht. Der Militäreinsatz dauert noch an und die Menschenrechtsorganisation befürchtet weitere schwerwiegende Verstöße gegen das Völkerrecht.

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