Lateinamerika

misereorBerlin. - Mehr als 270 Menschen wurden getötet, das Trinkwasser Tausender wurde verseucht und die Umwelt zerstört, als am 25. Januar 2019 der Damm B1 bei Brumadinho in Brasilien brach. Nur vier Monate zuvor hatte TÜV SÜD die Sicherheit des Damms bestätigt. Am 15. Oktober haben deswegen fünf Betroffene aus Brasilien gemeinsam mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und MISEREOR Anzeige gegen das deutsche Zertifizierungsunternehmen und einen seiner Mitarbeiter eingereicht. Die Vorwürfe: fahrlässige Tötung, Privatbestechung, fahrlässiges Herbeiführen einer Überschwemmung sowie Verletzung der Aufsichtspflichten.

amerika 21Quito. - Nach zwölf Tagen entschlossener Proteste und massiver Repression von Seiten des Staates haben die Indigenen in Ecuador bei Gesprächen mit der Regierung am späten Sonntagabend einen ersten Erfolg verzeichnen können. Präsident Lenín Moreno willigte ein, das umstrittene Dekret 883 zur Streichung der Subventionen auf Treibstoff "ersetzen" zu wollen. Dafür werde nun eine Kommission eingesetzt. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag berichtet.

amerika 21Quito. - Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat die Hauptstadt Quito angesichts massiver Proteste gegen ein Anfang des Monats in Kraft getretenes Paket neoliberaler Wirtschaftsmaßnahmen verlassen. Er kündigte an, die Regierungsgeschäfte gemeinsam mit seinem Kabinett von der Stadt Guayaquil aus, rund 421 Kilometer südwestlich von Quito, fortzuführen. Das hat das das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch berichtet.

caritasFreiburg. - Caritas international ist massiv besorgt über die Verschärfung der humanitären Situation in Venezuela. "Die ohnehin schwierige Lage hat sich zuletzt noch einmal verschlechtert", berichtete Oliver Müller, der Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes, im Anschluss an eine Reise in das südamerikanische Land. „Die Menschen erhalten immer weniger Nahrungsmittel, darüber hinaus kommt es andauernd zu Stromausfällen und sowohl das Gesundheits- als auch das Bildungssystem liegen am Boden."

caritasFreiburg. - In Guatemala ist die Umweltaktivistin Diana Isabel Hernández Juaréz auf offener Straße ermordet worden. Die 35-Jährige arbeitete als Freiwillige unter anderem in einem Jugendprojekt der Caritas Suchitepequéz, das die massive Umweltzerstörung in der Pazifik-Region des Landes aufzuhalten versucht. Einer der beiden Mörder konnte gefasst werden; über die genauen Hintergründe ist dennoch bislang nichts bekannt geworden.

amerika 21New York. - UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat die Menschenrechtslage in Venezuela in einem neuen Bericht kritisiert. Sie forderte zudem ein Ende der US-Sanktionen gegen das südamerikanische Land und rief die Konfliktparteien im Land zu einer politischen Lösung auf. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch berichtet.

inkota 200Berlin. - Nach Bekanntwerden der Studienergebnisse eines internationalen Forscherteams zum Zusammenhang des Pestizideinsatzes auf Zuckerrohrplantagen in Zentralamerika und dem Tod zehntausender Menschen hat die Entwicklungsorganisation INKOTA die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Sie müsse endlich dafür sorgen, dass europäische Konzerne wie Bayer-Monsanto und Syngenta erwiesenermaßen gesundheitsschädliche Pestizide nicht länger in Ländern des globalen Südens vermarkten dürfen.

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