Nahost

Berlin. - Die türkische Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilisten von Hilfe abzuschneiden. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter CARE, Ärzte der Welt, Aktion gegen den Hunger, Handicap International, International Rescue Committee, NRC Flüchtlingshilfe, Oxfam und World Vision. Humanitäre Helfer vor Ort berichteten, dass zahlreiche Menschen fliehen und die Grundversorgung mit Wasser und medizinischer Hilfe unterbrochen wurde.

medicoFrankfurt. - Die Ankündigungen des türkischen Präsidenten Erdogan, in Nordsyrien einzumarschieren und eine sogenannte "Sicherheitszone" zu installieren, sind aus der Sicht von medico international ernst zu nehmen. Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation hat jetzt vor einer Katastrophe gewarnt und die Bundesregierung zum sofortigen Handeln aufgerufen.

worldvisionFriedrichsdorf. - Nach andauernden schweren Angriffen in der syrischen Provinz Idlib sind dort hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision berichtet von entsetzlichen Zuständen und fordert einen Waffenstillstand, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

oxfamBerlin. - Vor einem Jahr wurden im Jemen bei einem Luftangriff auf einen Schulbus in der nordwestlichen Provinz Sa'ada 41 Schulkinder getötet und fast 600 verletzt. Seitdem sind 335 weitere Kinder durch Luftangriffe, Landminen und Granaten getötet und 590 zum Teil schwer verletzt worden. Darauf hat die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hingewiesen. Oxfam kritisiert den andauernden Waffenhandel mit Ländern der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition. Von der Bundesregierung fordert Oxfam, den Exportstopp für Waffenlieferungen zu verlängern und konsequenter umzusetzen.

careBerlin. - 2014 flohen hunderttausende Jesiden aufgrund von schrecklichen Angriffen und Verfolgungen aus dem Sindschar, einer Region im Irak, die zuvor wenig internationale Aufmerksamkeit erhalten hatte. Fünf Jahre danach warnt die internationale Hilfsorganisation CARE, ein weiterer Rückgang der humanitären Hilfsgelder für den Nordirak könnte zahlreiche Menschenleben gefährden.

handicap internationalMünchen. - Zwei Jahre nach der Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul am 10. Juli 2017 liegt der westliche Teil der Stadt weiterhin in Trümmern und ist mit tausenden explosiven Kriegsresten verseucht. Noch immer harren etwa 500.000 Geflüchtete in Flüchtlingscamps aus. Die Versorgung tausender Verletzter ist äußerst schlecht. Die Hilfsorganisation Handicap International ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, endlich auf diese humanitäre Tragödie zu reagieren.

Berlin. - Die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben die jüngsten Gefechte in Syrien auf das Schärfste verurteilt. Wieder einmal werde der Krieg auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen, kritisierten die beiden Hilfswerke in einer gemeinsamen Erklärung zum Start ihrer Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen".

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