ilo 2014Genf. - Die Situation für Arbeitskräfte hat sich vor allem in den Schwellen- und Entwicklungsländern gebessert. Es entstehe eine wachsende Mittelschicht, heißt es im Weltarbeitsbericht 2014, den die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Dienstag in Genf veröffentlicht hat. Die ILO warnt aber vor der Gefahr, dass der neuen Mittelklasse in Krisenzeiten schnell der soziale Abstieg droht.

In den kommenden fünf Jahren werden dem Bericht “World of Work 2014” zufolge insgesamt 213 Millionen Menschen mehr auf dem Arbeitsmarkt sein - 200 Millionen davon in den Entwicklungsländern. Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit werde dadurch noch verschärft. Darüber hinaus arbeiten 1,5 Milliarden Menschen unter sehr prekären Bedingungen ohne jegliche Absicherung und leben trotz Arbeit in Armut.

Einem nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung sei der Aufstieg in die neue Mittelschicht nur knapp gelungen, so der ILO-Bericht. Bei wirtschaftlichen Einbrüchen seien sie die ersten, die den neuen Wohlstand wieder verlieren.

Der Bericht schliesst damit ab, dass nachhaltiges Wirtschaftswachstum unter prekären und unsicheren Arbeitsbedingungen nicht möglich sei. Soziale Sicherung, Menschenrechte und Arbeit seien wichtige Bestandteile von Entwicklung. Sichere und faire Arbeit sollten zentrale Ziele in der Post-2015 Entwicklungsagenda sein, fordert die ILO.

www.ilo.org/global/research/global-reports/world-of-work/2014/
www.ilo.org


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