pazifik inseln sekretariatKoror. - Am Dienstag hat das 45. Pazifische Insel Forum in Koror auf Palau begonnen. Bei dem viertägigen Treffen beraten sich die Staatschefs der Inselstaaten über Entwicklungshemmnisse und Herausforderungen. Das Konsultativforum der Inselstaaten des Pazifiks hat das Ziel, die Zusammenarbeit auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet zu fördern. 2014 ist auch das Jahr der "Small Island Development States".

"Dieses Treffen ist eine wichtige Gelegenheit, um Fragen von besonderer Bedeutung für die kleineren Inselstaaten zu diskutieren und ihre individuellen Bedürfnisse hervorzuheben," erklärte Tuiloma Neroni Slade, Generalsekretär des Pacific Islands Forums (PIFS). "Wir müssen neue und innovative Wege finden um mit unseren Schwachstellen und Abhängikeiten als kleine Inselstaaten umzugehen - die Beschaffung zusätzlicher Finanzmittel ist nur ein Teil der Herausforderung dieser Länder."

Ein großes Problem auf vielen Pazifik-Inseln ist (epo.de berichtete) die durch den Anstieg des Meeresspiegels verursachte Versalzung der Böden. Herausforderungen sind daher die Sicherung der Trinkwasserversorgung und die Erforschung von Methoden zur Anpassung der Landwirtschaft und der Küstenfischerei an veränderte Klimabedingungen. Die Pazifik-Inselstaaten sind für weniger als 0,03 Prozent der derzeitigen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Viele der Inseln liegen jedoch nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und sind von Überflutung bedroht. Aus eigenen Mitteln können sie sich nicht an den vom Menschen verursachten Anstieg des Meeresspiegels anpassen. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von Energieimporten, insbesondere Erdöl für die Erzeugung von Strom und die Betankung von Kraftfahrzeugen. Eine nachhaltige Energieversorgung, so das gemeinsame Sekretariat der Inselstaaten, sei deshalb ebenso wichtig wie die Anpassung an die veränderten Klimabedingungen.

"Es muss ein politisches Gespräch über die Aussichten, für genauere Antworten und für mehr Integration der Kleinen Inselstaaten (SIS) innerhalb des regionalen Rahmens geben. Die Ergebnisse eines Berichts von Mekere Morauta drängen auf die Notwendigkeit Strategien und Ansätze, die Herausforderungen der kleineren Staaten im Pazifik wirksam anzugehen", so Slade.

Die internationalen Reaktionen auf die Appelle der Bewohner der pazifischen Inselstaaten zu einem entschlossenen Klimaschutz waren bisher wenig überzeugend. Die Regierungen der Industrieländer, die als primäre Verursacher des globalen Klimawandels feststehen, finanzieren einzelne Projekte zum Schutz der pazifischen Inselstaaten vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels und für eine Reduzierung der ohnehin geringen klimaschädlichen Emissionen dieser Länder. Auch zeigen sie bei passender Gelegenheit verbal Verständnis für die Sorgen der Regierungen der pazifischen Inselstaaten. Die Europäische Union (EU) und das Pacific Islands Forum Secretariat haben im Februar 2014 ein Abkommen über die Finanzierung der Anpassung kleiner Inselstaaten an den Klimawandel unterzeichnet. Von dem Programm sollen die Cook Inseln, Ost-Timor, Fidschi, Kiribati, Mikronesien, Nauru, Niue, Palau, Papua Neu-Guinea, die Marshall Inseln, Samoa, die Solomon Inseln, Tonga, Tuvalu und Vanuatu profitieren.

Quelle: forumsec.org


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