caritasFreiburg. -  Die am Freitag mit Hilfe der Vereinten Nationen für drei Tage vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und Hamas wurde schon nach wenigen Stunden wieder gebrochen und daraufhin von Israel als gescheitert und somit für beendet erklärt. Angeblich wird ein israelischer Soldat in Gaza vermisst, die israelischen Verteidigungskräfte vermuten, dass der Soldat von Kämpfern der Hamas gefangen genommen wurde. Hilfsorganisationen hatten gehofft, dass die Waffenruhe genutzt werden könnte, um die Menschen im Gazastreifen mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.

"Es gilt, vor allem die Menschen schnell zu erreichen, die bei Gastfamilien sowie in nicht registrierten Notunterkünften Zuflucht gefunden haben und deshalb seit Ausbruch der Kämpfe von der Versorgung gänzlich abgeschnitten waren. Die Feuerpause ist für diese Menschen überlebenswichtig", betonte Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Caritas international stelle dafür 100.000 Euro bereit. Mit dem Scheitern der Waffenruhe ist die Versorgung jedoch weiterhin gefährdet.

Caritas appellierte an die Krieg führenden Parteien, die Gewalt dauerhaft zu beenden. "Die Waffenruhe kann nur der erste Schritt auf dem Weg zum Frieden sein. Die internationale Gemeinschaft muss ihren Einfluss geltend machen, damit ein erneutes Ausbrechen der Gewalt verhindert wird", forderte Müller vor dem Scheitern der Waffenruhe.

Nach Angaben von Caritas sind bislang durch die Kämpfe in Gaza mehr als 1400 Menschen getötet worden. 250.000 Menschen mussten fliehen. Die Mehrzahl von ihnen ist in offiziellen Flüchtlingslagern untergekommen. 21.800 Palästinenser haben in informellen Lagern oder bei Gastfamilien Zuflucht gefunden. Eines der größten Probleme ist die Versorgung mit Trinkwasser, da die Infrastruktur durch die Bombardierungen schwer getroffen wurde. Laut Caritas sind zwei Drittel der Bevölkerung im Gazastreifen deshalb entweder gänzlich von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten oder haben nur noch stark eingeschränkten Zugang. Caritas wird unter anderem mit Tankwagen die Versorgungsengpässe kurzfristig überbrücken.

Quelle: caritas.de


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