wif2014 312x191Genf. - Die Vorstandsvorsitzenden Dutzender multinationaler Konzerne und andere Spitzenfunktionäre der Wirtschaft treffen sich vom 13. bis 16. Oktober bei den Vereinten Nationen in Genf mit Regierungsvertretern zum World Investment Forum 2014. Das Forum wird von der UN-Konfernez über Handel und Entwicklung (UNCTAD) veranstaltet und soll neue Initiativen im Bereich "Investment for Development" anstoßen. 

“Faced with common global economic, social and environmental challenges, the international community is defining a set of sustainable development goals to replace the Millennium Development Goals when they expire next year,” sagte UNCTAD Generalsekretär Mukhisa Kituyi im Vorfeld der Konferenz. “A key part of the new goals will be a robust funding framework.”

Kituyi erklärte, die neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) könnten ohn den Sektor der Privatwirtschaft allein mit öffentlichen Geldern nicht erreicht werden. Weil es keine globale Steuerungsinstitution für die Wirtschaft gebe, diene das UNCTAD-Forum als wichtige Ersatz-Plattform:

"The core purpose of this year's World Investment Forum is to bring together public and corporate leaders to amplify the discussion about private sector involvement in the sustainable development goals.  UNCTAD’s World Investment Forum fulfils an important gap in global economic governance in the absence of any other international platform to discuss these issues.”

Zum World Investment Forum 2014 werden mehr als 2.000 Wirtschaftsbosse und Regierungsvertreter erwartet. Es soll Rahmenbedingungen für Investitionen auf nationaler und globaler Ebene diskutieren, um nachhaltige Entwicklung fördern zu können. Neben Runden Tischen auf Ministerebene sind fast 40 Veranstaltungen vorgesehen. 

Als Teilnehmer und Gäste des Forums werden unter anderen Kenias Präsident Uhuru Kenyatta, die Ministerpräsidentin von Jamaica, Portia Simpson-Miller, der Premierminister von Madagaskar, Roger Kolo, der Präsident der Seychellen, James Michel, der Interims-Premier von Tunesien, Mehdi Jomaa und Dutzende Außen- und Handels- oder Wirtschaftsminister erwartet. Der Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Didier Burkhalter, wird die Gäste im Palais des Nations in Genf begrüßen. 

 

Wie aus dem World Investment Report 2014 der UNCTAD hervorgeht, benötigen die Entwicklungsländer insgesamt rund 3,9 Billionen US-Dollar an Investitionen pro Jahr. Die gegenwärtige Investitionssumme liegt rund 2,5 Billionen Dollar unter diesem Ziel. UNCTAD zufolge lassen Mulitinationale Konzerne derzeit rund fünf Billionen Dollar in Entwicklungsländern brach liegen - Geld, das nach Auffassung der UNCTAD dazu benutzt werden könnte, Produktionskapazitäten zu schafffen. 

Die UNCTAD ist mit einer Reihe anderer UN-Institutionen Partnerschaften eingegangen, um Investitionen zu fördern. Dazu gehören die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), Das UN-Programme zu HIV/Aids (UNAIDS), Das UN-Umweltprogramm (UNEP), die Welthandelsorganisation (WTO) und die Weltbank. 

Quelle: UNCTAD | http://unctad-worldinvestmentforum.org


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