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Berlin. - "Familienlandwirtschaft - eine Schimäre" hat Uwe Hoering seine aktuelle Analyse des diesjährigen Welternährungstages und des UN-Jahres unter dem Motto "Family Farming: Feeding the World, Caring the Earth" genannt. Der Bonner Fachjournalist räumt darin mit der Vorstellung auf, die Propagierung der "Familienlandwirtschaft" sei gleichzusetzen mit der Anerkennung für die entscheidende Rolle, die die bäuerliche Landwirtschaft für Ernährungssicherung, Umweltschutz, Armutsminderung und ländliche sowie wirtschaftliche Entwicklung spielt. Vielmehr verschleiere der Begriff, dass auch Großgrundbesitzer Familienlandwirtschaft betreiben und viele Familienbetriebe voll in die industrielle Landwirtschaft integriert sind.

Zwar klinge der Begriff Familienlandwirtschaft "wie eine Abgrenzung gegen die industrielle Landwirtschaft, gegen Plantagen, Monokulturen, Konzerne, Agrarspekulanten", schreibt Uwe Hoering. "Doch die Familienlandwirtschaft als Gegenbild gibt es nicht. Es gibt Familienbetriebe mit hunderten, tausenden von Hektar, riesige Plantagen und ausgedehnte Weideflächen gehören Familien. In allen Ländern sind auch viele Familienbetriebe bereits voll in die Kommerzialisierung durch die Agroindustrie integriert. Farmen in den USA sind kaum zu vergleichen mit ‚Shambas’ in Afrika. Die Eigentumsform sagt wenig bis gar nichts über Betriebswirtschaft oder Kommerzialisierungsgrad aus, über eine Orientierung auf Ernährungssicherung, auf die Vermeidung von Pestiziden und Agrargiften, auf die Erhaltung tradierten Wissens oder kultureller Traditionen, über Lebensstil oder Verhältnis zu Natur und Umwelt, Kultur und sozialer Gemeinschaft."

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=> Weiterlesen: http://www.globe-spotting.de/fata-morgana-family-farming.html

 


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