Berlin. - Im Gefängnis der ostkurdischen Stadt Urmiye (Urmia) wurden die drei kurdischen politischen Gefangenen Saman Nesim, Ali Efşarî und Habîbullah Efşarî durch die Islamische Republik Iran hingerichtet. Trotz der Proteste einer Vielzahl von internationalen Menschenrechtsorganisationen bestätigte ein Anwalt der drei Gefangenen, dass das Regime das Todesurteil gegen die Gefangenen am 20. Februar vollstreckt hat. Der Zustand von drei weiteren politischen Gefangenen im Urmia-Gefängnis, die ebenfalls durch das Regime zum Tode verurteilt wurden, ist weiterhin unklar.

Saman Nesim wurde im Alter von 17 Jahren mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) festgenommen. Obwohl sein vermeintliches Geständnis unter Einwirkung von Folter der iranischen Sicherheitskräfte zustande kam und es deswegen von ihm vor Gericht wiederrufen wurde, verurteilte ihn die iranische Justiz zu Tode. Drei Jahre nach dem Urteil hat das Regime nun das Urteil Nesim vollstreckt. Gemeinsam mit ihm wurden die beiden Brüder Ali Efşarî und Habîbullah Efşarî ebenfalls am 20.02. im Gefängnis von Urmiye hingerichtet.

Auch der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung Christoph Strässer hatte am 18. Februar mit einer Pressemitteilung vor der drohenden Hinrichtung von Nesim gewarnt. Aufgrund der Minderjährigkeit von Nesim zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten, erklärte Strässer, dass die Vollstreckung der Hinrichtung „ein völlig inakzeptabler Bruch des Völkerrechts“ durch den iranischen Staat bedeuten würde.

Quelle: Medienmitteilung www.civaka-azad.org


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