oxfamJuba. - Im Südsudan ist die Cholera ausgebrochen. 19 Menschen seien bereits gestorben, 150 weitere infiziert, darunter viele Kinder, teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Das Hilfswerk Oxfam forderte angesichts mangelnder Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft zusätzliche Hilfsgelder.

Cholera-Verdachtsfälle gibt es auch in UN-Flüchtlingslagern, in denen in Juba 40.000 Menschen leben. Der Landesdirektor von Oxfam im Südsudan, Zlatko Gegic, erklärte: "Der aktuelle Ausbruch der Cholera in Juba ist ein Alarmsignal. Die Regierung, die Hilfsorganisationen und die internationale Gemeinschaft müssen ihre Anstrengungen nun deutlich verstärken. Der aktuelle Spendenaufruf der Vereinten Nationen für den Südsudan ist erst zu 41 Prozent gedeckt. Angesichts des unmittelbaren Handlungsbedarfs werden dringend zusätzliche Hilfsgelder benötigt. Es muss schnell gehandelt werden, wenn verhindert soll, dass die Zahl der Todesfälle weiter ansteigt."

In Juba müsse sauberes Trinkwasser mit Tanklastern angeliefert werden, berichtete Oxfam. Aufgrund der Wirtschaftskrise könnten viele Menschen das derzeit nicht bezahlen. Stattdessen holten sie sich ihr Trinkwasser direkt aus dem Fluss. Damit steige das Risiko, dass sich tödliche Krankheiten wie Cholera schnell ausbreiten, insbesondere in überfüllten Vertriebenencamps und Armenvierteln.

"Die Hauptursache für die aktuelle humanitäre Krise im Südsudan ist der anhaltende bewaffnete Konflikt, der so schnell wie möglich beendet werden muss", sagte Gegic. "Alle Konfliktparteien müssen zu Verhandlungen über eine langfristige und friedliche politische Lösung bereit sein."

Oxfam arbeitet auf dem UN-Gelände in Juba, wo zurzeit zahlreiche Vertriebene leben, an der Verbesserung der Hygienebedingungen – unter anderem mit der Installation von Handwascheinrichtungen und Schulungen zur Hygieneaufklärung. In anderen Teilen Jubas repariert Oxfam Brunnen und chlort Wasser, damit es sicher und für den persönlichen und häuslichen Gebrauch geeignet ist.

Quelle: www.oxfam.de 


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