gizBonn. - Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) blicken am Donnerstag auf drei Jahre der Kooperation in der Entwicklungspolitik zurück. Rund vier Millionen Euro an Finanzierungsbeiträgen hat die Landesregierung NRW seit 2012 für Projekte der GIZ bereitgestellt.

Im September 2012 hatten die Landesregierung und die GIZ eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Zusammenarbeit im Rahmen der nordrhein-westfälischen Eine-Welt-Strategie festlegt. Schwerpunkte der gemeinsamen Projekte sind dabei zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen der internationalen Berufsbildung oder die Förderung der Entwicklungspartnerschaften des Landes.

"Mit dieser Kooperation im Rahmen der Eine-Welt-Strategie hat die GIZ für uns konkrete entwicklungspolitische Projekte zum Beispiel in NRWs Partnerländern in Ghana oder China entwickelt. Mir ist dabei wichtig: Entwicklungspolitik ist keine Einbahnstraße. Nicht nur die Beteiligten vor Ort profitieren von den Projekten, sondern auch wir in NRW", sagte Europaministerin Angelica Schwall-Düren, die auch für den Bereich Eine Welt zuständig ist, am Donnerstag in Düsseldorf.

Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der GIZ, erklärte: "Die GIZ ist nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv, sondern auch in Deutschland. NRW ist dabei das Bundesland, mit dem wir am intensivsten zusammenarbeiten. Denn NRW ist in Europa eine der wichtigsten Regionen für Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie und Innovation. Seit vielen Jahren bauen wir von hier aus gemeinsam Brücken in die ganze Welt."

VORZEIGEPROJEKT ZUM KLIMASCHUTZ IN GHANA

Das größte Projekt fördert den "Klima- und Ressourcenschutz für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung" im NRW-Partnerland Ghana. Seit seinem Start im Jahr 2012 wurde dieses Vorhaben mit insgesamt 1,65 Millionen Euro von der Landesregierung unterstützt. Damit wird der Ausbau der Universität Kumasi im Süden Ghanas zu einem Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien, Abfallmanagement und Ressourcenschutz gefördert. Teil des Projektes ist auch die Umweltmesse WACEE in Accra mit NRW-Beteiligung. Ministerin Schwall-Düren: "Wenn wir uns an der Umweltmesse in Ghana beteiligen, dann zeigen wir afrikanischen Experten Möglichkeiten für umweltschonendes Wirtschaften auf und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir helfen gleichzeitig aber auch nordrhein-westfälischen Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnik dabei, den ghanaischen Markt zu erkunden."

Projekte in China intensivieren die Beziehungen zu den NRW-Partnerregionen Shanxi, Jiangsu und Sichuan. Dabei erhalten beispielsweise in Jiangsu – gefördert vom NRW-Wirtschaftsministerium – chinesische Fach- und Führungskräfte intensiven Deutschunterricht und werden später in Nordrhein-Westfalen fachlich weitergebildet und mit NRW-Unternehmen vernetzt. Von den rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die bisher fortgebildet wurden, sind viele inzwischen in verantwortungsvollen Positionen in China tätig und damit zugleich wichtige Ansprechpartner im NRW-Netzwerk zur Außenwirtschaftsförderung.

Das Umweltministerium hat über die GIZ ein dreijähriges Fortbildungsprogramm für junge Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Umwelt- und Klimaschutz ins Leben gerufen. Hier werden Fachleute aus Behörden, Institutionen, Unternehmen und von Nichtregierungsorganisationen aus den chinesischen Partnerprovinzen ebenso wie aus Nordrhein-Westfalen im jeweils anderen Land geschult. "Man sieht an diesen Beispielen, dass alle davon profitieren", so Tanja Gönner, "die heimische Wirtschaft ebenso wie unsere Partnerländer, die mit den in NRW fortgebildeten Fachkräften wertvolle Wissensträger und Multiplikatoren gewinnen."

Ein wichtiges gemeinsames Projekt von Landesregierung und GIZ in Nordrhein-Westfalen war die Veranstaltung der "Bonn Conference for Global Transformation" im Mai 2015. Rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 70 Ländern hatten in Bonn mit internationalen Experten Fragen der globalen Nachhaltigkeit und Entwicklungspolitik diskutiert. Die Konferenz soll künftig alle zwei Jahre stattfinden und den internationalen Standort Bonn als Zentrum der internationalen Nachhaltigkeitsdebatte etablieren.

Quelle: www.giz.de 


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