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care neuBonn. - Die EU-Beschlüsse zur Flüchtlingskrise, die kurzfristige Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 100.000 Migranten und Flüchtlinge im Balkan vorsehen, sind von der Hilfsorganisation CARE als erster Schritt zur Linderung des Leids begrüßt worden. Allerdings seien diese Pläne angesichts des nicht abreißenden Stroms an Menschen, die in Europa Schutz und Sicherheit suchen, weiter unzureichend, erklärte CARE am Montag in Bonn.

"Im September wurde die Welt von dem Bild eines ertrunkenen Jungen an einem türkischen Strand aufgerüttelt und mit den unmenschlichen Gefahren konfrontiert, denen sich Menschen auf der Flucht in Sicherheit nach Europa aussetzen müssen", sagte CARE-Balkankoordinator Felix Wolff. "Wir können nur hoffen, dass es nicht zu ähnlichen Tragödien wie vor Kälte und Erschöpfung sterbenden Flüchtlingen mitten in Europa kommt. Die Europäische Union kann und muss mehr tun, um dies zu verhindern."

CARE fordert von der Europäischen Union drei dringende Maßnahmen: Die Bereitstellung von sicheren und planbaren Zugangswegen für Asylsuchende, legale und zügige Möglichkeiten, Asyl zu beantragen sowie eine dringend notwendige Aufstockung der humanitären Hilfe sowohl in den Herkunftsländern der Flüchtlinge als auch jetzt für den Balkan.

Die Beschlüsse des Treffens am Sonntag in Brüssel, an dem neben einigen EU-Staaten auch die vom Flüchtlingsstrom derzeit besonders betroffenen Staaten des Balkans teilnahmen, seien ein wichtiger erster Schritt in Richtung verstärkte Koordination und Informationsfluss, so CARE. Aber sie reichten bei weitem nicht aus, um eine angemessene Aufnahme, Unterstützung und Registrierung von Asylsuchenden innerhalb der Europäischen Union zu gewährleisten.

CARE mahnte, dass in den kommenden Monaten wesentlich mehr Solidarität und gemeinsame Planung innerhalb der EU und mit den Nachbarstaaten notwendig sein werden, um das menschliche Leid zu mindern und eine zügige und gerechte Verteilung der Asylsuchenden zu garantieren.

Quelle: www.care.de 


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