uni göttingenGöttingen. - Mit dem wechselseitigen Einfluss von Wirtschaftswachstum und der wirtschaftlichen Situation von Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern in Asien, Afrika und Südamerika beschäftigen sich zwei neue Forschungsprojekte an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Die beiden Projekte werden innerhalb des internationalen Forschungsprogramms "Growth and Economic Opportunities for Women (GrOW)" in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt rund zwei Millionen Euro gefördert.

"Innerhalb des Projekts 'Growth, Structural Change, and Female Employment' untersuchen wir in verschiedenen Einzelprojekten, welchen Einfluss das Wirtschaftswachstum in Ländern wie beispielsweise Uganda, Vietnam oder Bolivien auf die wirtschaftliche Situation von Frauen hat", sagt Prof. Stephan Klasen, der beide Projekte koordiniert. "Uns interessieren dabei Faktoren wie Beschäftigungsgrad oder Lohnunterschiede." Neben den Juniorprofessoren Marcela Ibañez Diaz und Dr. Sebastian Vollmer aus Göttingen sind Forscherinnen und Forscher der Delhi School of Economics in Indien, der Universitäten Stellenbosch und Kapstadt in Südafrika sowie der Universität Wageningen in den Niederlanden beteiligt.

Im Projekt "Does female economic empowerment foster economic growth?" wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Göttingen bisherige Veröffentlichungen zum Einfluss der wirtschaftlichen Situation von Frauen auf das Wirtschaftswachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern sichten und dadurch einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung ermöglichen. Darüber hinaus wollen sie so mögliche neue Forschungsfelder identifizieren und Initiativen für die Politik entwickeln, wie sich Wachstum und die wirtschaftliche Rolle von Frauen in Entwicklungsländern wechselseitig stärken lassen.

Das Forschungsprogramm GrOW ist eine Initiative von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Beteiligt sind das Ministerium für Internationale Entwicklung der britischen Regierung (DFID), die kalifornische William und Flora Hewlett-Stiftung sowie das kanadische Forschungszentrum für Internationale Entwicklung (IDRC). Das Programm fördert Projekte auf der ganzen Welt.

=> www.idrc.ca/EN/AboutUs/Donor_Partnerships/grow/Pages/default.aspx 

Quelle: www.uni-goettingen.de 


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