venroBerlin. - Anlässlich der Konferenz "Supporting Syria and the Region", die am Donnerstag in London stattfindet, hat der Verband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) eine langfristige finanzielle Zusage zur Versorgung der syrischen Flüchtlinge angemahnt. Die internationale Geberkonferenz wird gemeinsam von Großbritannien, Deutschland, Norwegen, Kuwait und der UNO organisiert.

"Das Leiden von Millionen Syrerinnen und Syrern darf in London nicht einfach weiter verwaltet werden. Die Weltgemeinschaft muss endlich aufwachen und angemessen auf die dramatische humanitäre Notlage reagieren", erklärte Sid Peruvemba, Vorstandsmitglied von VENRO. "Die Konferenz muss eine robuste Finanzierungsgrundlage für eine langfristige und umfassende Unterstützung der syrischen Flüchtlinge sicherstellen."

An der internationalen Geberkonferenz "Supporting Syria and the Region" in London wird neben dem britischen Premierminister David Cameron und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. VENRO mahnt, die unzureichenden Zusagen des vergangenen Jahres müssten deutlich gesteigert und für mehrere Jahre verbindlich festgelegt werden.

"Wir erleben in Syrien und den Anrainerstaaten die größte humanitäre Katastrophe seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Dennoch waren 2015 die Hilfsprogramme für syrische Flüchtlinge zu 50 Prozent unterfinanziert", sagte Peruvemba. "Millionen von Menschen wurden in Flüchtlingslagern die Nahrungsrationen gekürzt, weil es nicht genug Hilfsgelder gab. Dieser Skandal darf sich 2016 nicht wiederholen."

Neben der humanitären Soforthilfe müsse die internationale Gemeinschaft die Anrainerstaaten Syriens darin unterstützen, den Flüchtlingen eine Zukunftsperspektive zu bieten, sagte Peruvemba weiter. "Die Menschen brauchen Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheitsfürsorge. Dafür ist es zentral, dass der rechtliche Status der Flüchtlinge verbessert wird und sie sich selber organisieren können."

Die Vereinten Nationen benötigen in diesem Jahr 7,73 Milliarden US-Dollar als Reaktion auf die syrische Krise. Für Notfallpläne für die Nachbarländer Syriens werden zusätzlich 1,2 Milliarden Dollar veranschlagt.

Quelle: www.venro.org 


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