amerika 21Porto Velho. - Die brasilianische Landpastorale Comissão Pastoral da Terra (CPT) hat sich besorgt über die Zunahme von Gewalt bei Landkonflikten geäußert. Die Kommission hat im Februar die neuesten Zahlen veröffentlicht: 2015 wurden demnach 21 Menschen im brasilianischen Bundesstaat Rondônia bei Konflikten um Land ermordet. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch berichtet.

"Das schlimmste ist, dass die Welle der Gewalt weitergeht. Allein im Januar 2016 sind weitere vier Menschen ermordet worden", erklärte die CPT.

Landlose Bauern in Amazonien werden bedroht, vertrieben, beraubt – und auch ermordet. Landstreitigkeiten enden in Brasilien inzwischen immer öfter tödlich, statistisch gesehen verzeichnet der Bundesstaat Rondônia dabei die meisten Todesfälle in Brasilien. "Viele Morde gleichen einer Hinrichtung", so die Einschätzung der CPT.

Nach Informationen der Landpastorale ist am 7. Januar die Aktivistin der Bewegung der Staudammbau-Geschädigten (Movimento dos Atingidos por Barragens, MAB) Nilce de Souza Magalhães, bekannt als Nicinha, von drei Schüssen getötet worden. Der Mord sei in Velha Mutum Paraná geschehen, einem Zeltlager von Betroffenen des Wasserkraftwerks Jirau.

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Quelle: www.amerika21.de 


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